Konfetti mit Reim zur Fastnacht

Veranstaltungen

Ob bei Bürgerfesten, Fastnachtsumzügen oder Sportveranstaltungen - wo viele Menschen zusammenkommen braucht es Sicherheit. Es ist dabei das gemeinsame Interesse von Veranstaltern und gastgebender Kommune, aber natürlich auch der hessischen Polizei, Veranstaltungen durchzuführen, die ein fröhliches Feiern bei gleichzeitig größtmöglicher Sicherheit garantieren.

Bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen kommt der Polizei Hessen eine besondere Bedeutung zu. Sie bewertet bei Bedarf die mögliche Gefährdung einer Veranstaltung und erstellt hierzu eine polizeiliche Gefährdungsbewertung.

Die dabei gewonnenen wesentlichen Erkenntnisse werden mit den zuständigen Partnern und Behörden ausgetauscht. So trägt die Polizei dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam geeignete Maßnahmen für die Sicherheit einer Veranstaltung zu treffen.

Leitfaden "Sicherheit bei Veranstaltungen"

Der Leitfaden wurde überarbeitet und wird in Kürze veröffentlicht. Er dient den Behörden sowie auch Veranstaltern als Hilfestellung für die Planung und Durchführung einer Veranstaltung. Damit sollen veranstaltungsimmanente Gefahren und Risiken minimiert und die Sicherheit der Veranstaltungsbesucher und -teilnehmer gewährleistet werden. 

Eine absolute Sicherheit kann aufgrund der vielfältigen, insbesondere unvorhersehbaren Einflussfaktoren bei komplexen Veranstaltungen nicht garantiert werden. Nicht jeder abstrakten Gefahr kann vorbeugend begegnet werden. Der Leitfaden kann somit nur eine allgemeine Planungsgrundlage darstellen und keine verbindlichen Vorgaben machen, da Veranstaltungen sehr unterschiedlich sein können und jede Veranstaltung einer Einzelfallbetrachtung bedarf. Ein wesentliches Ziel des Leitfadens ist es daher, etwaig bestehende Handlungsunsicherheiten zu reduzieren und aufzuzeigen, dass nicht jedes kleinere Weinfest oder jeder kleinere Fastnachtsumzug umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen bedarf. Es soll deutlich gemacht werden, dass zwar auch bei kleineren Festen oder Umzügen eine Gefährdungsbewertung erforderlich ist, die Sicherheitsvorkehrungen (wie z. B. Fragen des Zufahrtschutzes) aber auf ein unabdingbar erforderliches Maß beschränkt werden können.

Unter Zufahrtsschutz werden alle baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, welche verhindern, dass Fahrzeuge unerlaubt oder unkontrolliert in geschützte Bereiche eindringen können.

Moderne Schutzkonzepte berücksichtigen dabei sowohl Sicherheitsanforderungen als auch die Funktionalität und Gestaltung des jeweiligen Umfelds.

Je nach Anwendungsbereich kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz:

  • Mobile Fahrzeugsperren für temporäre Veranstaltungen wie Stadtfeste, Märkte oder Events.
  • Fest installierte Sperren für dauerhaft zu schützende Bereiche.
  • Städtebaulich integrierte Schutzlösungen, die Sicherheit und Gestaltung miteinander verbinden – beispielsweise durch Poller, Sitzbänke, Pflanzkübel oder andere geprüfte Stadtmöblierungen mit Schutzfunktion.

Individuelle Analyse statt Standardlösung

Ein wirksamer Zufahrtsschutz besteht nicht allein aus Pollern oder Fahrzeugsperren. Grundlage ist immer eine strukturierte Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten. Diese sollte unter anderem die Nutzung des Stadtraums, mögliche Zufahrtswege, Anzahl der Besucherströme sowie Rettungs- und Fluchtwege beinhalten. Erst auf dieser Basis lässt sich beurteilen, welche Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll und erforderlich sind.

Aus dieser Bewertung werden Schutzziele definiert und passende Maßnahmen ausgewählt. Nur so entsteht ein Sicherheitskonzept, das wirksam schützt und gleichzeitig den Anforderungen von Anwohnern, Gewerbetreibenden, Rettungskräften und Veranstaltern gerecht wird.

Sicherheit, Funktion und Stadtbild im Einklang

Moderner Zufahrtsschutz muss mehr leisten als nur Fahrzeuge aufzuhalten. Die eingesetzten Systeme sollen sich harmonisch in das Stadtbild einfügen, Zugänglichkeit gewährleisten und die Aufenthaltsqualität erhalten. Deshalb werden heute zunehmend stadtbildverträgliche und zertifizierte Lösungen eingesetzt, die Sicherheit bieten, ohne den öffentlichen Raum zu dominieren.

Eine sorgfältige Planung sorgt dafür, dass Rettungswege freigehalten, Lieferverkehre berücksichtigt und notwendige Zufahrten weiterhin ermöglicht werden. Gleichzeitig wird das Risiko für Personen und Infrastruktur deutlich reduziert.

Die Polizei unterstützt mit ihrer Expertise

Die Polizei Hessen bringt ihre Erfahrung bei der Bewertung von Gefährdungslagen sowie kriminalpräventive Erkenntnisse in den Planungsprozess ein. Sie berät Kommunen, Veranstaltende und weitere Verantwortliche frühzeitig und unterstützt dabei, Risiken zu erkennen, Tatgelegenheiten zu reduzieren und geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Ansprechpersonen der hessischen Polizei in den Polizeipräsidien:`

https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpolizeiliche-beratungsstelle-westhessen

https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpolizeiliche-beratungsstelle-im-polizeipraesidium-mittelhessen

https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/polizeiliche-beratungsstelle-im-polizeipraesidium-suedhessen

https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpraevention-in-nordhessen

https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpolizeiliche-beratungsstellen-osthessen

https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/ansprechpersonen-fuer-staedtebauliche-kriminalpraevention-des-polizeipraesidiums-suedosthessen

 

Weitere allgemeine Informationen zum Thema Zufahrtsschutz:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/staedtebau/schutz-vor-ueberfahrtaten/Öffnet sich in einem neuen Fenster

 

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