Polizeipräsident Marco Bärtl hat heute gemeinsam mit dem Leiter der Abteilung Einsatz, Leitendem Kriminaldirektor Rainer Neusüß, und dem Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Matthias Mänz, die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für das Polizeipräsidium Nordhessen sowie für die Stadt und den Landkreis Kassel vorgestellt. Dabei wurde deutlich: Nordhessen ist weiterhin eine sichere Region. Die Zahl der Straftaten ist das zweite Jahr infolge zurückgegangen. 44.182 Fälle registriert die Statistik im vergangenen Jahr, das sind 2.097 Fälle weniger als im Vorjahr und ein Rückgang um 4,5 %. Vor 20 Jahren, im Jahr, 2005, lag die Zahl sogar noch um fast 13.000 Fälle höher bei 57.067 Straftaten. Gleichzeitig wurden in 2025 mehr Straftaten als im Jahr zuvor durch die Polizei aufgeklärt – die Aufklärungsquote stieg von 59,9 auf 62,4%.
Das zeigt, die Polizei in Nordhessen arbeitet erfolgreich. In der Stadt Kassel und im Landkreis Kassel folgen die Entwicklungen dem positiven Gesamttrend. In der Stadt Kassel kann ein Rückgang der Fallzahlen um 6,3 % bzw. 1.360 Fälle auf nun 20.242 Straftaten verzeichnet werden, wobei die Aufklärungsquote von 57,9 auf 61,7 % angestiegen ist. Im Landkreis Kassel sind die Fallzahlen von 8.285 auf 8.026 registrierte Straftaten um 3,1 % zurückgegangen. Auch hier stieg die Aufklärungsquote an. Sie liegt nun bei 60,5 %, nach 57,2 % im Vorjahr (Anstieg um 3,3 %).
Polizeipräsident Marco Bärtl betont, dass die erfolgreiche Arbeit immer eine Teamleistung darstellt: "Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren professionellen, motivierten und hochengagierten Einsatz und die Bewältigung der großen Herausforderungen bedanken. Sie stehen 24/7, bei Wind und Wetter, oft unter hoher Belastung, für die Sicherheit der Menschen in Nordhessen ein und tun das mit großer Hingabe, was mich wirklich stolz macht."
Pro-Kopf-Belastung der Bevölkerung zurückgegangen
Eine Aussage zur Pro-Kopf-Belastung der Bevölkerung bei der Kriminalität lässt sich an der sogenannten Häufigkeitszahl ablesen, welche das Straftatenaufkommen bezogen auf 100.000 Einwohnende angibt. In Nordhessen ist die Häufigkeitszahl von 5.208 auf 5.130 zurückgegangen, die Bevölkerung ist also im Schnitt weniger von Kriminalität betroffen gewesen. Dies gilt auch für die Stadt Kassel, wo die Häufigkeitszahl von 10.552 auf 10.263 gesunken ist, wenngleich sie -wie in Großstädten üblich- naturgemäß höher liegt als in ländlicheren Bereichen. Im bundesdeutschen Durchschnitt der Großstädte liegt sie trotz der für Kriminelle geografisch zentralen Lage Kassels aber tatsächlich nur etwa im mittleren Bereich. Der Landkreis Kassel mit dem „Speckgürtel“ der Großstadt bleibt weiterhin ein sicherer und lebenswerter Bereich. Die Häufigkeitszahl bewegt sich nach einem marginalen Anstieg weiter auf dem Vorjahresniveau und liegt nun bei 3.473 (im Vorjahr 3.436).