Im Zeitraum vom 02. bis 06. März ist die hessische Polizei gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft - Eingreifreserve – Frankfurt am Main in einer gezielten Aktion gegen kriminelle Banden vorgegangen, die insbesondere ältere Menschen ins Visier nehmen, um sie um ihre Ersparnisse zu bringen.
Die Maßnahmen wurden im Auftrag der Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) koordiniert. An der Aktion waren neben dem HLKA auch alle sieben hessischen Polizeipräsidien beteiligt.
Straftaten zum Nachteil älterer Menschen sind nach wie vor ein ernst zu nehmendes Kriminalitätsphänomen. Die Täter gehen perfide vor und spielen mit der Angst ihrer Opfer: Sie nutzen vor allem Schockanrufe, die Enkeltrick-Betrugsmasche oder geben sich als falsche Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter aus, um ihre Opfer um hohe Geldbeträge oder deren Wertgegenstände zu bringen.
Während der Einsatztage wurden insbesondere die Betrugsmaschen „Schockanruf“ mit der Verkehrsunfall-Legende sowie „falsche Polizeibeamte“ mit der Einbrecher-Legende festgestellt.
Die Bilanz zeigt: 49 registrierte Versuche, bei denen ein Gesamtschaden in Höhe von 915.700€ Euro Bargeld, Goldmünzen, Goldschmuck, Goldbarren, börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sowie diverse Wertgegenstände verhindert werden konnte.
Zudem wurden fünf vollendete Taten festgestellt, bei denen es zu einem Gesamtschaden in Höhe von 122.000€ kam.
Durch gezielte Maßnahmen des Polizeipräsidiums Westhessen und des Polizeipräsidiums Frankfurt konnten insgesamt drei Männer im Alter von 21, 27 und 31 Jahren in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Bayern festgenommen werden. Den Tatverdächtigen wird Bandenbetrug gemäß § 263 StGB vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Neben repressiven Strafverfolgungsmaßnahmen setzt die hessische Polizei seit vielen Jahren auf die präventive Arbeit, um Senioren vor Betrugsdelikten zu schützen. Es wird intensiv über gängige Betrugsmaschen aufgeklärt und wertvolle Ratschläge zum Schutz vor solchen Täuschungsversuchen gegeben:
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Daniel Muth, Präsident des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA), betont: