Als Anlaufstelle für Kinder fungieren, die in Not geraten sind, sich verlaufen haben oder anderweitig auf die Unterstützung von Erwachsenen angewiesen sind. In der Gemeinde Herleshausen im Werra-Meißner-Kreis konnten auf Initiative der Bürgermeisterin jetzt an insgesamt 7 Standorten dort befindliche Geschäfte und Institutionen dafür gewonnen werden, künftig als "Leon-Hilfe-Insel" zu fungieren.
Somit dtehen den Kindern ab sofort neben dem Rewe-Markt Steffen Bernhardt, der Gemeindeverwaltung Herleshausen, dem Hotel, Restaurant und Fleischerei Uwe Schneider, der Landbäckerei Bechthold-Stange, und der Löwen-Apotheke Sandra Hoffmann in Herleshausen auch die Weber GmbH und das Autoservice Rimbach in Nesselröden zur Verfügung.
Als sogenannte "Leon-Hilfe-Insel" werden die Verantwortlichen ihre Räumlichkeiten künftig nach außen hin mit Plakat oder Schild erkennbar als eine entsprechende Anlaufstelle kennzeichnen, um hilfesuchenden Kindern dann im Notfall hilfreich zur Seite zu stehen, deren Eltern oder Angehörige zu verständigen oder auch die Schulen zu informieren. Was im Einzelfall zu tun ist, wissen die Kooperationspartner aus einer Handlungsanleitung, die ihnen an die Hand gegeben wurde und die auch Bestandteil einer gemeinschaftlichen Vereinbarung ist, die jeder Einzelne im Vorfeld mit der Gemeindeverwaltung Herleshausen getroffen hat.
Am vergangenen Mittwoch (15.04.) waren auf Einladung der Herleshäuser Bürgermeisterin Carolin Gisselmann in der Mehrzweckhalle der Südringgauschule über 30 Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule und eine Gruppe der Herleshäuser Kita mit ihren Lehrkräften und Erzieherinnen zusammengekommen, wo ihnen gemeinsam das Projekt vorgestellt wurde. Bereits im letzten Jahr hatten dazu erste Kooperationsgespräche zwischen der Gemeinde und der Polizei stattgefunden. In der Folge konnten dann gezielt die verschiedenen Kooperationspartner ausgewählt und für das Projekt gewonnen werden, von denen einige auch anwesend waren.
Daneben konnte Frau Gisselmann von Seiten der Polizei mit Alexander Först den Jugendkoordinator der PD Werra-Meißner sowie Marco Hahn als ehemals für Herleshausen zuständigen Schutzmann vor Ort (SvO) der Polizeistation Sontra, der den ersten Kontakt zur Gemeinde hergestellt hatte, begrüßen. Während Marco Hahn als SvO mittlerweile für Eschwege zuständig ist, ergab sich an dem Tag dann gleich die Gelegenheit, seinen Nachfolger bei der Polizeistation Sontra, Dirk Fester, vorzustellen, der ebenfalls der Veranstaltung beiwohnte.
Nach einleitenden Worten der Bürgermeisterin und weiteren Ausführungen vom polizeilichen Jugendkoordinator Alexander Först anhand einer Präsentation kam zur Freude der anwesenden Kinder der "echte" Leon-Kinderkommissar höchstpersönlich vorbei. Großes Hallo herrschte dann auch beim anschließenden Foto-Shooting, wo "Leon" ausgiebig geherzt wurde. Nachdem ein paar Andenken für die Kinder verteilt wurden, unternahm der Kinderkommissar mit den Kindern anschließend einen kurzen gemeinsamen Spaziergang zur Gemeindeverwaltung, wo sich alle für ein Pressefoto postierten.
Um das Hilfe-Inseln-Projekt weiter zu verfestigen und zu vertiefen sind insbesondere die Verantwortlichen aus den Bereichen der Kinderbetreuung und der Schulen nun dazu aufgefordert, die Informationen zu dem Projekt regelmäßig wiederkehrend an die Eltern und die nachfolgenden Schulanfänger weiterzugeben. Gemeinsame Schulwegbegehungen oder Spaziergänge mit einem Besuch der Hilfeinseln können außerdem dazu beitragen, sich der Existenz dieser Einrichtungen immer wieder neu bewusst zu machen.