Gemeinsame Pressemitteilung des Hessischen Landeskriminalamts und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität
Ermittlerinnen und Ermittler der hessischen Polizei haben vergangene Woche 63 Wohnungen und Häuser durchsucht und rund 400 Datenträger sichergestellt. Die Maßnahmen richteten sich gegen 63 Beschuldigte. Bei dem Einsatz handelte es sich um eine Schwerpunktmaßnahme zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Der Großeinsatz fand zwischen Montag und Freitag, 27. bis 31. Juli, im Auftrag der hessischen Staatsanwaltschaften statt. Das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) koordinierte die Maßnahmen.
Die Beschuldigten, 61 Männer und zwei Frauen, sind zwischen 15 und 79 Jahre alt. Ihnen wird überwiegend Herstellung, Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie zur Last gelegt. In acht Fällen steht der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Raum.
Sechs Beschuldigte mussten die Ermittlerinnen und Ermittler im Anschluss an die Wohnungsdurchsuchung zwecks Vernehmung auf die nächstgelegene Dienststelle begleiten. Nach jetzigem Ermittlungsstand stehen die Beschuldigten untereinander nicht im Austausch.
Die Durchsuchungen fanden in den Städten Frankfurt am Main, Darmstadt, Hanau, Kassel, Offenbach am Main und Wiesbaden statt, außerdem in den Landkreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Fulda, Groß-Gerau, Gießen, Limburg-Weilburg, Main-Kinzig, Offenbach, Schwalm-Eder und Wetterau.
Bei den Beschuldigten wurden insgesamt 400 deliktsspezifische Gegenstände, darunter sind unter anderem Speichermedien aller Art zu verstehen, sichergestellt. Diese werden im nächsten Schritt ausgewertet.
Darüber hinaus wurden zwei Verstöße gegen das BtMG festgestellt.
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