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Polizei Hessen

2014: Innenminister Peter Beuth stellt die Polizeiliche Kriminalstatistik vor

Sechs von zehn Straftaten werden aufgeklärt / Polizeiarbeit nach Wohnungseinbrüchen zeigt Wirkung

Hessen

Wiesbaden. Die positive Bilanz der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Landes Hessen setzt sich auch im Jahr 2014 auf einem sehr guten Niveau fort. Die Fallzahlen blieben mit 396.931 Straftaten zum vierten Mal in Folge unter 400.000 und die Aufklärungsquote für 2014 weist mit 59,3 Prozent den zweitbesten Wert seit 1971 aus. Das gab Innenminister Peter Beuth im Rahmen der Pressekonferenz zur Vorstellung der PKS in Wiesbaden bekannt.

„Diese positive Bilanz ist das Ergebnis der tollen engagierten Arbeit unserer tüchtigen Polizeibeamtinnen und -beamten sowie unserer erfolgreichen Sicherheitspolitik. Unsere Strategie ist langfristig und nachhaltig angelegt. Ihr Ziel: Kriminalität effektiv bekämpfen und Prävention flächendeckend fördern“, sagte Innenminister Peter Beuth. Exemplarisch nannte der Minister die positiven Ergebnisse polizeilicher Ermittlungsarbeit bei Thema Wohnungseinbruchdiebstahl (WED). „Einbrüche hinterlassen nicht nur einen finanziellen Schaden, sondern auch betroffene Menschen, die diese Verletzung ihres geschützten Raumes verkraften müssen. Die hessische Polizei fahndet deshalb intensiv nach den Tätern. Beim Wohnungseinbruchdiebstahl hatten wir bei der Aufklärungsquote 2014 einen Anstieg um 1,2 Prozentpunkte auf 20,6 Prozent zu verzeichnen.“

Innenminister Peter Beuth (mitte) mit dem Landespolizeipräsidenten Udo Münch (links) und der Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes Sabine Thurau (rechts) bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2014
Innenminister Peter Beuth (mitte) mit dem Landespolizeipräsidenten Udo Münch (links)
und der Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes Sabine Thurau (rechts) bei der
Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2014

In den letzten vier Jahren pendelte die Anzahl der Wohnungseinbrüche in Hessen konstant um 10.750 Fälle. Damit setzt sich Hessen deutlich von anderen Bundesländern ab, die im Vergleichszeitraum jährliche Steigerungsraten von bis zu 20 Prozent verzeichnen mussten. Im Bereich des WED gilt das Augenmerk der hessischen Polizei neben der entschlossenen Verfolgung dieser Straftaten gerade auch der Verhinderung von Wohnungseinbrüchen. Zum einen mittels polizeilicher Beratung zur Sicherung von Haus und Wohnung, zum anderen aber auch durch gezielte Kontrollmaßnahmen und Präsenz von Polizeibeamten auf der Straße, die mögliche Täter abschreckt.

„Fast jeder zweite Wohnungseinbruch bleibt im Versuchsstadium stecken. Unsere Präventionsmaßnahmen werden wir angesichts der gestiegenen Fallzahlen im Bundesgebiet mit Nachdruck weiterführen. In Hessen sind wir mit einer leichten Zunahme von 1,7 Prozent im Bundesvergleich gut aufgestellt. Allerdings muss der Bund seiner Aufgabe nachkommen und unsere Grenzen so sichern, dass es bandenmäßig organisierte Einbrecher schwer haben. Hierzu brauchen wir gezielte Kontrollen, um diesen Banden das Handwerk zu legen. Dies würde zu weniger Wohnungseinbrüchen und Diebstählen in allen Ländern führen“, so Beuth.

Der Minister betonte, dass auch wenn Hessen im Ländervergleich gut dastehe, es natürlich der Anspruch sei, dass die Zahlen noch weiter runtergingen, damit noch weniger Menschen Opfer von Einbrüchen werden. Er rief die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die polizeilichen Beratungsangebote zu nutzen. Die Präventionsangebote der Polizei beim Thema Wohnungseinbruchsdiebstahl sind seit dem 22. Januar 2015 auch in den sozialen Netzwerken zu finden. Bei Twitter und Facebook werden Wohnungseigentümern gezielt einbis zweistündigen „Expertenchats“ angeboten. „Die Polizei hilft auch im Netz und möchte mit diesem Angebot Orientierung geben und auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger eingehen“, betonte der Innenminister. Mit den Experten kann online auch ein Beratungstermin vor Ort vereinbart werden.

Darüber hinaus wird die bisherige Arbeit mit dem „Kriminalitätslagebild“ weiterentwickelt. Mit Hilfe eigener Softwaremodule wurde im Dezember 2014 und Januar 2015, unter Federführung des Hessischen Landeskriminalamtes, ein Feldversuch zur ‚Prognose von Wohnungseinbrüchen‘ durchgeführt. „Der Ansatz und die ausgewählte Methode sind vielversprechend. Wir werden daher eine Projektgruppe beim Hessischen Landeskriminalamt einrichten, um den Feldversuch in der ‚dunklen Jahreszeit 2015/2016‘ auf zwei weitere Präsidien auszuweiten“, kündigte der Innenminister an.

Presseinformation vom 09.03.2015: 2 rote Pfeile "Sechs von zehn Straftaten werden aufgeklärt / Polizeiarbeit nach Wohnungseinbrüchen zeigt Wirkung"


Zusätzliche Informationen zur PKS können vom zuständigen Sachgebiet des HLKA unter

Telefon: (0611) 83 - 8230 bis 8233

Fax:         (0611) 83 - 8235

E-Mail:   2 rote Pfeile pks@hlka.de

angefordert werden.

Polizeiliche Kriminalstatistiken werden von allen Bundesländern geführt. Das Bundeskriminalamt (BKA) führt die Statistiken der Bundesländer zu einer Bundesstatistik zusammen, die unter www.bka.de abgerufen werden kann.


(2,1 mb) - Jahrbuch der Polizeilichen Kriminalstatistik des Landes Hessen 2014

 

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