Hessische Polizei - Polizeiautos
 
15.05.2020 | Polizei Hessen

Gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Logo der Polizei Hessen

Straftaten auf Grund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- & Interpersonen oder queeren Menschen (LSBT*IQ) haben in unserer Gesellschaft keinen Platz.

Alle Opfer von Straftaten werden bei der Polizei ernst genommen.

Die hessische Polizei versteht sich als "Bürger*innenpolizei" und ist somit vorurteilsfreie Ansprechstelle für Alle.

Seitens der LSBT*IQ-Community gibt es, historisch bedingt, gegenüber der Polizei immer noch Vorbehalte und Ängste. Um dem entgegenzuwirken und um zu verdeutlichen, dass die hessische Polizei eine Polizei für alle Bürger*innen ist, wurden in den vergangenen Jahren die „Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen“ (AgL) in den einzelnen Polizeipräsidien eingerichtet. Diese Aufgabe nehmen sie zusätzlich und im Nebenamt wahr.

Nach außen halten sie Kontakt zu den LSBT*IQ-Vereinen und Organisationen. Auf den Christopher Street Days oder anderen Events sind sie für die Community z.B. an einem Infostand ansprechbar.

Die AgL beraten und unterstützen aber auch Opfer von LSBT*IQ-feindlichen Straftaten.

Intern setzen sich unsere LSBT*IQ-Ansprechpersonen gegen Mobbing und Diskriminierung ein. Auf Wunsch begleiten sie Polizeiangehörige bei einem dienstlichen Coming-Out.

Weiterhin schulen sie Kolleg*innen in Bezug auf LSBT*IQ-Themen und bieten den Ermittlungsgruppen & Fachkommissariaten Unterstützung bei Ermittlungen an.

 Ansprechpartner für Gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Behörden und Einrichtungen der Polizei Hessen


Begriffserklärung:

Lesben, Schwule, Bisexuelle
Homosexuelle Menschen, also Personen die sich zu Personen des gleichen Geschlechts hingezogen fühlen, bevorzugen oftmals die Selbstbezeichnungen „lesbisch“ oder „schwul“.

Wer sich sowohl zu Männern als auch zu Frauen hingezogen fühlt, versteht sich meist als bisexuell.

Trans*Menschen
Transidente, transgender, transsexuelle – Personen, deren bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht mit dem eigenen Erleben ihrer Geschlechtszugehörigkeit nicht vereinbar ist, nutzen für sich verschiedene Bezeichnungen. Der Überbegriff trans* lässt die genaue Zuschreibung offen.

Intersexuelle Menschen
Personen, die genetisch, anatomisch oder hormonell nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden können, werden intersexuell genannt. Der dritte Personenstand „divers“ ist in Deutschland gleichberechtigt zu männlich und weiblich anerkannt.

Queer
Was früher ein englisches Schimpfwort war, wird heute als positive Sammelbezeichnung für Lesben, Schwule, Bisexuellem trans* und intergeschlechtliche Personen benutzt. Zudem bezeichnen immer mehr Menschen ihre Lebensweise oder Identität als queer.

Quelle Begriffserklärungen: LSBT*IQ-Koordinierungsstelle der Stadt Wiesbaden