Fake-Videos bei Facebook im Umlauf

Link in Messenger-Nachricht löschen statt anklicken

Neue Phishing-Masche
Standbildausschnitt aus einem vermeintlichen Video-Clip mit dem Titel "Schau mal was ich gefunden habe"zoom_in

Harmlos, fast schon vertraulich, kommt die Nachricht daher: Eine vermeintliche Facebook-Freundin oder ein vermeintlicher Facebook-Freund schickt mittels Messenger-Funktion einen Video-Link, dazu die Bemerkung

  • "Weißt du noch wann das war?",
  • "Schau mal was ich gefunden habe" oder
  • "Es sieht aus wie du".

Klickt der Empfänger der Nachricht auf den Link, wird er auf eine neue Web-Seite weitergeleitet. Diese sieht aus wie Facebook, ist aber nicht Facebook, sondern bereits Teil der Betrugsmasche. Betroffenene werden aufgefordert, ihre Login-Daten einzugeben. Tun sie das, ist es für die Betrüger ein Leichtes, die Daten abzugreifen und das Facebook-Konto zu kapern. Die Phishing-Falle hat zugeschnappt, der Video-Link verbreitet sich zudem unter den Kontakten des Kontoinhabers, der selbst oft nicht einmal mehr Zugriff auf seinen Account hat.

"Achten Sie auf Ihre digitale Identität"

Diese neue Phishing-Masche baut auf die Neugier der Betroffenen. Man will in aller Regel ja sehen, um was für ein Video es sich handelt. Zudem setzt die Masche auf einen Vertrauensvorschuss: Schließlich wird suggeriert, dass die Nachricht von einer bekannten Person gesendet wurde. Das Anklicken des Links liegt also nahe, sollte aber unbedingt vermieden werden. Achten sie auf Ihre digitale Identität - geben Sie niemals Login-Daten an Dritte weiter. Der Experte rät: Erst denken, dann klicken. Im Internet sind Misstrauen und Vorsicht angebracht. Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer sollten zudem die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung in den Einstellungen aktivieren.

Was tun, wenn es bereits zu spät ist?

Sollten Sie auf die Phishing-Mail hereingefallen sein,

  • ändern Sie so schnell wie möglich das Passwort Ihres Facebook-Accounts,
  • warnen Sie Ihre Kontakte,
  • prüfen Sie die in Ihrem Account hinterlegte E-Mail-Adresse und
  • führen Sie einen Virenscan an Ihrem Rechner durch.

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