Jahresbericht der Polizeilichen Kriminal- und Verkehrsprävention 2020

27.07.2021 | Hessisches Landeskriminalamt

Das Jahr 2020 stellte die hessische Polizei – wie die gesamte Gesellschaft – aufgrund der Corona Pandemie vor ganz besondere Herausforderungen. Die Arbeit in der polizeilichen Kriminal- und Verkehrsprävention wurde davon maßgeblich mitbestimmt. Zum einen nutzten Kriminelle die Lage für Betrugsdelikte (altbekannter Enkeltrick in neuen Corona-Varianten, falsche Soforthilfe-Formulare, Fake-Shops, Online-Wucherpreise für Mund-Nase-Masken, falsche ‚Impfteams‘ oder falsche Mitarbeiterinnen/-Mitarbeiter des Gesundheitsamtes), worauf die hessische Polizei die Bürgerinnen und Bürger zeitnah aufklärte und sensibilisierte, u.a. über die kostenlose App hessenWARN. Unterstützung erfuhr die Polizei von zahlreichen Netzwerkpartnern, insbesondere vom Netzwerk gegen Gewalt (NgG). Zum anderen wurden pandemiebedingt publikumswirksame und für die Prävention sehr bedeutsame, regionale und überregionale Veranstaltungen abgesagt (60. Hessentag in Bad Vilbel) oder in digitaler Form durchgeführt (25. Deutsche Präventionstag in Kassel).

Sehr erschwerend kamen leider die Anschläge in Hanau am 19.02.2020 und in Volkmarsen am 24.02.2020 sowie Großeinsatzlagen im Zusammenhang mit dem „Weiterbau A 49“ hinzu.

Die Maßnahmen zum Schutz vor einer Corona-Infektion führten in 2020 zu einem signifikanten Rückgang der Wohnungseinbrüche. Grund hierfür waren mangelnde Tatgelegenheiten, vor allen wegen des Homeoffice und ausgefallener Urlaubsreisen potentieller Opfer, sowie die internationalen Reisebeschränkungen, die auch die Tätergruppen betrafen. Obwohl dadurch das Thema medial nicht mehr so sehr im Fokus stand, wurden die polizeilichen Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Wohnungseinbrüchen dennoch auf demselben hohen Niveau wie die Jahre zuvor fortgeführt.

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