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15.12.2016 | Hessisches Landeskriminalamt

Kettenbriefe

Logos einiger sozialer Medien
Im Zeitalter der mobilen Kommunikation können Nachrichten sehr schnell mit einer Vielzahl anderer Menschen geteilt werden. Dies gilt natürlich auch für Kettenbriefe.

Häufig verbreiten die Urheber solcher Nachrichten lediglich harmlose Geschichten, zu deren Unterhaltungswert jeder Nutzer bzw. Nutzerin stehen kann, wie er oder sie möchte. Gleichzeitig werden jedoch auch vermehrt Kettenbriefe verschickt, die mit ihren Inhalten über den üblichen Spaß hinausgehen.

Todesdrohungen und unheilvolle Flüche

In Kettenbriefen wird dem Empfänger mit einer Todesbotschaft oder einem schlimmen Fluch gedroht, wenn er die Nachricht nicht an möglichst viele Kontakte weiterleitet.

Besonders Minderjährige halten die Drohungen für echt und werden so durch die frei erfundenen Schilderungen eingeschüchtert und verängstigt.

Werden diese Botschaften dann auch noch als Audiobotschaft verbreitet und von einer unheimlichen Computerstimme vorgelesen, verstärkt dies den Effekt bei Kindern zusätzlich.

Abofallen

Nicht selten enthalten Kettenbriefe auch Links zu angeblichen Gutscheinen oder neuen Funktionen für den genutzten Instand-Messaging-Dienst. Als „Gegenleistung“ werden die Empfänger dazu aufgefordert, die Nachricht an eine bestimmte Anzahl von Personen weiterzuleiten. Statt einer Belohnung erfolgt jedoch die Weiterleitung auf eine Abofalle. Über Mehrwertdienste berechnen die Täter dann bis zu 10 € pro Woche, die über die Mobilfunkrechnung eingezogen werden. Der Schaden wird oft erst im Nachhinein bemerkt.

Schadsoftware per Kettenbrief

Kriminelle haben die Möglichkeit für sich entdeckt, Schadsoftware über Kettenbriefe zu verschicken und so eine große Anzahl von Opfern zu erreichen. Hierzu betten sie Links in die Nachrichten ein, die dann auf infizierte Webseiten führen oder den Download von Schadsoftware starten.

Die hessische Polizei rät daher:

  • Beteiligen Sie sich nicht an derartigen Kettenbriefen. Ein Nichtverbreiten von Kettenbriefen hat keine negativen Folgen.
  • Besprechen Sie mit Ihren Kindern dieses Phänomen.
  • Lassen Sie sich nicht durch Kettenbriefe dazu verleiten, auf Links unbekannter Herkunft zu klicken.
  • Ignorieren Sie verdächtige Nachrichten und löschen Sie diese.
  • Zum Schutz vor Abofallen sollten Sie eine Drittanbietersperre einrichten, dies ist kostenlos über ihren Mobilfunkanbieter möglich.

Weitere Hinweise rund um das Thema Sicherheit im Internet finden Sie auch unter:

www.polizei.hessen.de, www.polizei-beratung.de und www.verbraucher.de