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16.03.2015 | Hessisches Landeskriminalamt

Gefälschte E-Mails: Das Landeskriminalamt warnt vor Betrugsmasche

Achtung Trojaner

E-Mail DHL - gefälscht
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde
Ihre Sendung 25601473098745036578 wurde an DHL übergeben und wird voraussichtlich am 05.03.2015 zugestellt.
Folgender Pfad führt zu weiteren Informationen zu Ihrer Sendung 25601473098745036578.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Transport-Team

Diese oder ähnliche E-Mails sind seit einigen Tagen gehäuft im Umlauf. Obwohl nichts bestellt wurde, soll angeblich ein Paket durch DHL verschickt worden sein.

Wer nun auf den vermeintlich harmlosen Link klickt, erlebt eine böse Überraschung: Anstatt auf eine Seite mit zusätzlichen Informationen weitergeleitet zu werden, soll plötzlich eine ZIP-Datei heruntergeladen werden. Der Inhalt: Ein Trojaner, mit dem sich Kriminelle Zugriff auf fremde PCs verschaffen wollen.

Was ist ein Trojaner?

Ein Trojaner ist ein Schadprogramm (sogenannte „Malware“) das vorgibt eine nützliche Datei, wie z.B. eine Bilddatei, ein Textdokument oder ein Spiel zu sein. Im Hintergrund werden aber unbemerkt Prozesse ausgeführt, die dem Computer beträchtlichen Schaden zufügen können. So können Kriminelle mit Hilfe dieser Programme z.B. Passwörter ausspähen oder Zugriff auf das E-Mail Postfach erlangen und so weitere Spamnachrichten verteilen; unter Umständen kann sogar die komplette Kontrolle über den angegriffenen PC und alle darauf befindlichen Daten erlangt werden.

Was kann man tun, um sich zu schützen?

Grundsätzlich sollte man NIEMALS auf Links von E-Mails klicken, die man unaufgefordert zugeschickt bekommt. Immer häufiger verbirgt sich hinter harmlosen Links eine infizierte Webseite. „Unter Umständen kann schon der Aufruf der Webseite zur Infizierung des Computers führen“, warnt Polizeioberkommissar Trottner vom Hessischen Landeskriminalamt.

Gleiches gilt für die Anhänge solcher E-Mails, auch hier können Schadprogramme versteckt sein. Deshalb sollten auch die Anhänge NIEMALS geöffnet werden.

Die einfachste und sicherste Vorgehensweise ist, verdächtige E-Mails sofort zu löschen.

Des Weiteren empfiehlt es sich, ein aktuelles Virenschutzprogramm zu benutzen und sein Betriebssystem immer auf dem neusten Stand zu halten, da ständig neue Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Software bekannt werden, die von Schadprogrammen ausgenutzt werden können.

Falls man nicht sicher ist, ob es sich bei der E-Mail um eine echte Auftragsbestätigung handelt, empfiehlt es sich, bei dem zuständigen Unternehmen nachzufragen.

2 rote Pfeile http://www.dhl.de/sicherheitshinweis

Allgemeine und weiterführende  Informationen gibt es auch unter 2 rote Pfeile www.polizei-beratung.de oder 2 rote Pfeile www.polizei.hessen.de.