Hessische Polizei - Polizeiautos
 
27.11.2013

Sicherheit für Senioren

Beratungsgespräch - Bildquelle: www.polizei-beratung.de

Sind es Seniorinnen und Senioren, die besonders von Kriminalität betroffen sind? Suchen sich Straftäter gezielt Menschen aus, bei denen sie weniger Widerstand erwartet?

Wissenschaftliche Studien aus den letzten Jahren beinhalten, dass die Seniorinnen und Senioren überaus sicher in Deutschland leben. Wertet man die jährlich vom Bundeskriminalamt für ganz Deutschland veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik   (PKS) aus, ist feststellbar, dass Menschen ab 60 Jahren von polizeilich registrierten Fällen der Gewaltkriminalität seltener betroffen sind, als alle übrigen statistisch erfassten Altersgruppen.

Ältere Menschen treffen mehr Vorsichtsmaßnahmen als jüngere, verhalten sich im Hinblick auf mögliche Gefahren achtsamer und vermindern auf diese Art und Weise ihr Risiko, Opfer einer Straftat zu werden.

Wenig bekannt ist von den Kriminalitätserfahrungen älterer Menschen, die chronisch erkrankt und pflegebedürftig sind. Wer körperlich beeinträchtigt und dadurch auch in seiner Mobilität eingeschränkt wird, ist oft nicht in der Lage, eine Tat anzuzeigen und „endet“ so im Dunkelfeld. Gleichsam wird er in wissenschaftlichen Studien nicht erfasst. In einigen Kriminalitätsbereichen werden Seniorinnen und Senioren  bevorzugt Opfer, ausgewählte Themenbereiche sind z. B. „Tricks an der Haustüre“, „Abzocke am Telefon“, z. B. in der Variante des Enkeltricks oder „russische Schockanrufer“ aber auch die Straßenkriminalität in der Variante des Handtaschenraubs, von dem ältere Frauen häufig betroffen sind.