Hessische Polizei - Polizeiautos
 
13.01.2014

Opferschutz-Tagung 2013: „Kinder und Jugendliche als Betroffene“

Die große Resonanz und die positiven Rückmeldungen der vergangenen Veranstaltungen motivierten das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) auch in diesem Jahr wieder unterschiedliche Akteure zu einem besonderen Opferschutzthema einzuladen.

Die diesjährige Tagung befasste sich mit Kindern und Jugendlichen als Betroffene. Wegen Baumaßnahmen im HLKA wurde die Veranstaltung kurzer Hand an die Polizeiakademie Hessen verlegt.

Die Vizepräsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes Frau Lindenthal-Gold begrüßt die Veranstaltungsteilnehmer

Nach der Begrüßung durch Frau Vizepräsidentin Lindenthal-Gold führte Herr Wolfgang Keller, PD Vogelsberg, in die Thematik ein. Er beschrieb wie eine Feier unter Jugendlichen ein blutiges Ende fand und er im Nachgang als Opferschutzkoordinator weitere Hilfe an Betroffene und Angehörige vermitteln konnte.

Mit StORMG (Gesetz zur Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs) gelten die Opferrechte von minderjährigen Opfern in besonderen Fällen auch im Erwachsenenalter. Frau Brigitta Bopp, Landesopferschutzkoordinatorin im HLKA, nutzte die Gelegenheit, die Opferrechte von Kindern und Jugendlichen vorzustellen und ging insbesondere auf die Neuerungen der Gesetzesreform ein.

Sehr kurzweilig stellte Herr Noah Krüger, Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt, die unterschiedlichen Arten der Videovernehmung mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Hilfeeinrichtungen sind gerade für Opfer von Sexualstraftaten eine wesentliche Unterstützung. Sie helfen bei der Bewältigung des Erlebten und begleiten Geschädigte durch das Ermittlungsverfahren und bei der Hauptverhandlung. Frau Babara Behnen, Wildwasser Gießen e. V., berichtete anhand von zahlreichen Beispielen von ihrer Arbeit mit Mädchen und Jungen.

Herr Steppich, Fachberatung Medienschutz am Staatlichen Schulamt Wiesbaden stellte abschließend in seinem abwechslungsreichen Vortrag die „Prävention im digitalen Kinderzimmer“ vor und sorgte dafür, dass die Reihen bis zum Ende der Veranstaltung mit begeisterten Zuhörern besetzt blieben.

Beeindruckende Vorträge wurden mit fachkundigen Beiträgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewürzt. Alles zusammen machte die Tagung „Kinder und Jugendliche als Betroffene“ zu einer abwechslungsreichen und interessanten Veranstaltung.

Frau Bopp bedankte sich bei allen Beteiligten und verabschiedete sich mit dem Versprechen, auch 2014 wieder unterschiedliche Akteure zu einem besonderen Opferschutzthema einzuladen.