Hessische Polizei - Polizeiautos
 
01.11.2018

Entschädigung von Opfern terroristischer Anschläge

Opfern terroristischer Straftaten wurden erstmals nach den Anschlägen in Djerba 2002 vom Deutschen Bundestag Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt. Mit diesen Mitteln kann auf Antrag in Einzelfällen den Opfern sofort geholfen werden. Diese Unterstützung kommt gerade auch Bürgerinnen und Bürgern zugute, die im Ausland Opfer eines terroristischen Anschlages geworden sind.

Im Fall eines Terroranschlags arbeitet das Bundesamt für Justiz eng mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zusammen, welches bei der Ermittlung der Opferdaten unterstützt und den Kontakt zu den Betroffenen herstellt.

Wenn aus humanitären Gründen eine rasche Unterstützung der Opfer notwendig ist, können Leistungen bei Körperschäden beantragt werden. Ein Ersatz von Vermögensgegenständen und Sachmitteln ist aus diesem Unterstützungsfonds jedoch nicht möglich.

Anspruchsberechtigt sind

  • Personen, die durch eine in Deutschland begangene terroristische Straftat verletzt wurden,
  • Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung oder Aufenthalts-erlaubnis für die Bundesrepublik Deutschland, die durch eine im Ausland begangene terroristische Straftat verletzt wurden sowie
  • Eltern, Kinder, Ehe- und Lebenspartner solcher Opfer, die bei einem Terroranschlag getötet wurden.

Dritte, die im Rahmen der Erfüllung dienst- oder arbeitsrechtlicher Pflichten beim Kampf gegen terroristische Straftaten geschädigt wurden, können aus diesem Fonds keine Leistungen erhalten.

Es werden nur Härteleistungen für Terroranschläge erbracht, die sich seit dem 1. Januar 2001 ereignet haben.

Weitere Informationen sowie den Fragenkatalog zum Antragsformular finden Sie unter:

www.bundesjustizamt.de

Tel.: +49 228 99 410-5288

Fax.: +49 228 99 410-5050