Hessische Polizei - Polizeiautos
 
23.02.2018

Bundesweites Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ 08000 116 016

Logo HilftelefonAm 6. März 2013 wurde das bundesweite Hilfetelefon für Frauen freigeschaltet. Das Hilfetelefon ist 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag erreichbar und berät deutschlandweit Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Es informiert und vermittelt bei Bedarf an geeignete regionale Unterstützungseinrichtungen.

Darüber hinaus können sich gewaltbetroffene Frauen auf der Webseite 2 rote Pfeile www.hilfetelefon.de auch über die Onlineberatung per E-Mail oder Chat an das Hilfetelefon wenden.
Die Gespräche sind vertraulich und können anonym geführt werden.
Mit Hilfe von Dolmetscherinnen ist eine Beratung in vielen Sprachen möglich. Auch Hörgeschädigte können über die Webseite kostenfrei einen Dolmetscherdienst in Anspruch nehmen. Das Gespräch mit den Mitarbeiterinnen des Hilfetelefons wird in Deutsche Gebärden- oder Schriftsprache übersetzt.

Zur Broschüre "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen - Wo finde ich Hilfe".

Was bedeutet das für die polizeiliche Praxis?

Mit dem Hilfetelefon ist nun erstmals eine nicht-polizeiliche rund-um-die-Uhr-Ansprechstelle eingerichtet.
Frauen und unterstützende Personen, die sich außerhalb der üblichen Bürozeiten hilfe- oder ratsuchend an die Polizei wenden, können auf die Beraterinnen am Hilfetelefon verwiesen werden.

Was ist mit den regionalen Frauenberatungsstellen?

Das Hilfetelefon kann als erste Auffangstation für Betroffene dienen. Regionale Beratungsstellen sind meistens zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. Mit dem 24Stunden-Service füllt das Hilfetelefon eine Lücke, die regionale Beratungsstellen organisationsbedingt hinterlassen. Nach der Erstberatung vermitteln die Beraterinnen am Hilfetelefon die Betroffenen bei Bedarf an geeignete Unterstützungseinrichtungen vor Ort.

Beispiele?

Die Vermittlung an das Hilfetelefon kann in folgenden Fällen sinnvoll sein:
Außerhalb der üblichen Bürozeiten,

  • wenn sich Frauen bei der Polizei melden und anonym bleiben wollen
  • wenn Freundinnen/Angehörige von Gewalterfahrungen einer Bekannten berichten
  • wenn Frauen von Streitigkeiten mit dem Partner berichten, ohne dass es bisher zu körperlichen Auseinandersetzungen kam

Wie verhält sich das mit dem Strafverfolgungszwang?

Die Vermittlung an das Hilfetelefon bleibt unberührt vom polizeilichen Strafverfolgungszwang. Alle konkreten Fälle häuslicher Gewalt, die der Polizei gemeldet werden, müssen nach wie vor per Strafanzeige aufgenommen werden.