Hessische Polizei - Polizeiautos
 
11.05.2018

Illegaler Handel mit Kulturgütern - Terrorfinanzierung

Person verkauft Kulturgut gegen Bargeld

An Ihrem Urlaubsort besteht stets die Möglichkeit, dass Ihnen originale Antiquitäten auf der Straße, auf Märkten oder in Geschäften zum Kauf angeboten werden. Noch größer ist dabei sogar das Risiko, Fälschungen zu erwerben und damit Betrügern auf den Leim zu gehen.

Es kann auch vorkommen, dass Sie beim Besuch einer antiken Sehenswürdigkeit interessante Funde machen und mitnehmen. Dies ist äußerst gefährlich, da archäologische Funde in fast allen Ländern streng geschützt sind und dem Staat gehören. Verstöße werden in der Regel mit empfindlichen Geld- und sogar Freiheitsstrafen geahndet!

Sicher sind Ihnen schon Medienberichte aufgefallen, die wiederholt darauf hinweisen, dass terroristische Gruppierungen von den Verkäufen geplünderter Antiken aus den Krisenregionen des Nahen Ostens profitieren, darunter der IS. Die Kulturgüter werden ins Ausland geschmuggelt und dort veräußert, wodurch sie wiederum auch Ihnen als Urlauber angeboten werden können.

Nehmen Sie daher Hinweise zum Schutz der Kulturgüter in Ihrem Urlaubsland sehr ernst! Diese können z. B. am Flughafen öffentlich ausgehängt sein oder Sie werden durch Ihr Reisebüro oder Ihre Ferienunterkunft auf die Schutzbestimmungen hingewiesen.

Nützliche Hinweise zum Umgang mit Kulturgut finden Sie insbesondere im Faltblatt des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland: Illegaler Kulturguthandel bedroht das Kulturerbe der Menschheit (267 KB)

Weitere Informationen zu den einzelnen Reiseländern finden Sie ebenfalls auf der Homepage des Auswärtigen Amtes Reise & Sicherheit.

Auch der Zoll gibt Ihnen einen allgemeinen Überblick zu den Kulturgüterschutzbestimmungen und damit verbundenen Handelseinschränkungen Reisen.