Hessische Polizei - Polizeiautos
 
12.12.2013

Graffiti / Sachbeschädigung

Sprühdosen für Graffiti, Bildquelle: polizei-beratung.de

Kunst oder Sachbeschädigung. Eine Diskussion, die aus der Sicht des Betrachters zu sehr unterschiedlichen Meinungen führt.

Viele Menschen empfinden das Beschmieren und Besprühen von Häusern, von Eisenbahnen und Straßenbahnzügen oder anderen Dingen, als äußerst hässlich. In Deutschland haben sich illegale Graffiti vorwiegend in Großstädten zu einem Problem entwickelt. Hier wir oftmals öffentliches oder privates Eigentum beschädigt. Neben der Beeinträchtigung des Ordnungssinn und Wohlbefinden einiger Bürger, werden auch Straftatbestände durch illegale Graffiti verwirklicht.

Graffiti / Sachbeschädigung

Strafrechtlich ist dies eine Sachbeschädigung und verpflichtet zivilrechtlich zum Schadenersatz. Sie können dies in den Paragrafen § 303 StGB und § 823 BGB nachlesen.

Vor der Androhung der Strafe sollte allerdings auch eine besondere Aufmerksamkeit der Prävention / Vorbeugung zur Problematik Graffiti gewidmet werden.

Hier gibt es einige Dinge, die auch Sie tun können. 

Die Sprayer sind überwiegend im jugendlichen Alter von 12 Jahren aufwärts. Dies bedeutet, dass zur Erziehung berechtigte Erwachsene vorhanden sind, die die Möglichkeit der Einflussnahme haben. Die Forderung geht also dahin, eine Bewusstsein herbeizuführen, dass Sprayen ohne Zustimmung des Eigentümers des Objektes eine Sachbeschädigung ist. Auch das Zusammenleben in einer häuslichen Gemeinschaft, kann die Eltern unmissverständlich auf Sprayeraktivitäten hinweisen, wie etwa der Besitz von Spraydosen mit Außenfarbe und / oder das Vorhandensein von Graffitiskizzen und Entwurfsbüchern. Wenn sie Erziehungsberechtigter von Minderjährigen sind trifft sie sogar ein Gebot zum Handeln. Denn ein Untätigbleiben stellt eine Verletzung der Aufsichtspflicht dar. Die Folge ist eine Schadensersatzverpflichtung.

Weitere Informationen zum Thema erhalten sie unter

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) ist ein von den Ländern und dem Bund gemeinsam getragenes Programm, das die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufklärt.