Ob Verkehrssicherheit, Betrugsmaschen oder Fragen aus dem Alltag – die Schutzleute vor Ort (SvO) der hessischen Polizei sind für viele Bürgerinnen und Bürger die ersten Ansprechpartner in ihren Stadtteilen und Gemeinden. Sie kennen die Menschen, die örtlichen Gegebenheiten und die Themen, die die Bevölkerung bewegen. Ihr Ziel ist es, durch Präsenz, Gespräche und Präventionsarbeit das Sicherheitsgefühl zu stärken und Probleme frühzeitig anzugehen.
Was sind Schutzleute vor Ort?
Speziell benannte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, die als feste Ansprechpartner für Städte und Gemeinden fungieren. Sie arbeiten eng mit Bürgerinnen und Bürgern, Schulen, Kindergärten, Vereinen, Kommunen sowie weiteren Institutionen zusammen.
Dabei stehen sie nicht nur für polizeiliche Fragen zur Verfügung, sondern leisten vor allem Präventionsarbeit. Sie informieren über aktuelle Kriminalitätsphänomene, geben Verhaltenstipps, vermitteln zwischen verschiedenen Institutionen und nehmen Hinweise aus der Bevölkerung auf. Durch ihre regelmäßige Präsenz vor Ort entsteht ein direkter Kontakt zwischen Polizei und Bürgerinnen und Bürgern
Sicherheitsgefühl durch Präsenz und Bürgernähe stärken
Praxisbeispiel aus Büdingen: Mehr Sicherheit im Umgang mit E-Rollern
Wie wichtig diese Präventionsarbeit ist, zeigt Christian Gerhardt, Schutzmann vor Ort in Büdingen.
Immer wieder stellt die Polizei Verstöße gegen die geltenden Verkehrsregeln fest – etwa wenn zu junge Personen E-Roller nutzen, Gehwege befahren oder Vorfahrtsregeln missachtet werden. Dadurch entstehen Gefahren für die Fahrer selbst sowie für andere Verkehrsteilnehmende.
Deshalb setzt Christian Gerhardt auf Information und Sensibilisierung. Mit Gesprächen, Präventionsaktionen an Schulen und gezielten Kontrollen möchte er vor allem Kinder, Jugendliche und Eltern über die geltenden Regeln informieren und für ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr werben.
Bereits im vergangenen Jahr verteilte er Informationsflyer an weiterführenden Schulen in Büdingen. Künftig sollen auch Grundschulen in die Präventionsarbeit einbezogen werden. Gleichzeitig führt die Polizeistation Büdingen verstärkt gezielte Kontrollen von E-Rollern durch.
Das Beispiel aus Büdingen zeigt, dass die Arbeit der Schutzleute vor Ort weit über klassische Polizeiarbeit hinausgeht. Sie hören zu, erkennen Entwicklungen frühzeitig und suchen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern nach Lösungen. Durch persönliche Gespräche, Informationsveranstaltungen und Präventionsmaßnahmen tragen sie dazu bei, Gefahren zu reduzieren und das Sicherheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken.
Die Schutzleute vor Ort leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein sicheres Miteinander in den Städten und Gemeinden.
In der hessischen Erstaufnahme sind sie direkt vor Ort und suchen durch gezielte Angebote und einen engen Austausch den Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern. Mit Unterstützung des Regierungspräsidium Gießen geht es hier vor allem um die Wertevermittlung und das Grundgesetz. Auf dem Programm stehen zudem wichtige Themen für den Alltag wie Baderegeln, das sichere Verhalten im Straßenverkehr sowie Fahrrad-Lernkurse. Durch diese regelmäßigen Besuche bauen sie Vertrauen auf, vermitteln lebenswichtige Orientierungshilfen und fördern das sichere Zusammenleben von Anfang an.