Mehr Licht - mehr Sicherheit

Beleuchtungsgang in Kronberg

18.01.2022 | KOMPASS

  

 Rathaus der Stadt Kronberg

Rathaus der Stadt Kronberg


Kronberg im Taunus

  • Stadt im Hochtaunuskreis mit den Stadtteilen Kronberg, Oberhöchststadt und Schönberg
  • ca. 19.000 Einwohnerinnen und Einwohner
  • staatlich anerkannter Luftkurort
  • KOMPASS-Siegel seit 17.09.2021

bietet seinen Bürgerinnen und Bürgern durch seine Lage und Infrastruktur eine hohe Attraktivität.

Mit dem Durchlaufen der KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) - Prozessstruktur besitzt die Stadt seit September 2021 nun auch das KOMPASS-Sicherheitssiegel. Kronberg wurde das Sicherheitssiegel als zweiter Kommune Hessens und erster Nicht-Modellkommune überreicht.

Im Rahmen der Prozessstruktur führt jede Kommune einen Sicherheits-/Beleuchtungsgang durch, bei dem sich potentielle Angsträume der Kommune vor Ort angesehen und im Anschluss Lösungsvorschläge zur Beseitigung dieser erarbeitet werden. Dieser fand in Kronberg am 15.12.2021 statt.

Die Besonderheit bei diesem dritten Beleuchtungsgang war, dass er nicht im Rahmen der Prozessstruktur durchgeführt wurde. Die Kommune Kronberg zeigt mit diesem Gang, dass sie das Projekt KOMPASS verinnerlicht hat und lebt. Ein Beleuchtung-/ Sicherheitsgang ist nämlich keine einmalige Sache, da sich im Laufe der Zeit baulich oder naturbedingt die Lichtverhältnisse ändern können. Somit ist es aus kriminalpräventiver Sicht absolut sinnvoll und richtig, diese Gänge nach einiger Zeit zu wiederholen und die Gegebenheiten vor Ort erneut zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.


Beleuchtungsgang - was ist das?

Vertreterinnen und Vertreter von Stadt (z.B. die oder der KOMPASS-Beauftragte der Kommune) und Polizei (z.B. KOMPASS-Beraterinnen und -berater, SvO sowie Beauftragte für städtebauliche Kriminalprävention) nehmen hierbei gemeinsam verschiedene Straßen und Plätze der jeweiligen KOMPASS-Kommune in Augenschein, um zu beurteilen, ob die Ausleuchtung aus kriminalpräventiver Sicht ausreichend ist oder ob Nachbesserungen notwendig sein könnten.


Gruppenbild der Teilnehmenden , v.l. Herr Humburg, Frau Fischer-Thöns, Herr Bonfils, Frau Weirich, Herr Anders

Am Beleuchtungsgang vom 15.12. nahmen teil:

  • Herr Volker Humburg - Mitglied des Präventionsrates und KOMPASS-Ansprechpartner der Stadt Kronberg
  • Frau Petra Fischer-Thöns - Stadträtin der Stadt Kronberg
  • Herr Falk Bonfils - Schutzmann vor Ort mit Schwerpunkt KOMPASS-Kommune Kronberg
  • Frau Alexandra Weirich - KOMPASS-Beraterin des PP Westhessen
  • Herr Frank Anders - Städtebauliche Kriminalprävention (E41) beim PP Westhessen

Zusammen sahen sich die Fachleute von Stadt und Polizei unterschiedliche Örtlichkeiten im Bereich der Stadtteile an und kamen zu dem Schluss, dass es in einigen Bereichen sinnvoll wäre, die Ausleuchtung zu verbessern, um dort mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.

Beleuchtungsgang Kronberg

Vom Kronberger Rathaus aus ging es los...

Kronthalschule - Eingang

Als erstes wurde der Eingangsbereich der Kronthalschule in der Heinrich-Winter-Straße in Augenschein genommen. Dort sind zwar drei Leuchten über dem Eingangsbereich installiert, diese sind jedoch so positioniert, dass sie nur einen kleinen Teil des Eingangsbereiches ausleuchten. Daher könnte man die drei Leuchten versetzt an den Stahlträgern der Überdachung anordnen und dadurch einen breiteren Lichtkegel erzeugen, so der Vorschlag der Teilnehmenden.

Als nächstes ging es in den Schmelzweg...

Schmelzweg

Der Schmelzweg ist eine beliebte fußläufige Abkürzung für Schülerinnen und Schüler auf oder von ihrem Weg zur bzw. von der Kronthalschule in der Heinrich-Winter-Straße. Er wird darüber hinaus auch von anderen Fußgängerinnen und Fußgängern benutzt. Eine öffentliche Straßenbeleuchtung ist auf gesamter Länge des Weges nicht vorhanden. Es wird derzeit bereits seitens der Stadt geprüft, ob und in welcher Form hier Beleuchtung installiert werden könnte.

Weiter ging es in die Grünanlage „Alter Friedhof“, Hartmuthstraße / Frankfurter Straße

Grünanlage Alter Friedhof

Die Grünanlage wird -auch- in den Abendstunden insbesondere von Hundehalterinnen und Hundehaltern zum Auslauf ihrer Tiere besucht. Die Grünanlage ist insgesamt nicht beleuchtet. Hier wurde die Empfehlung ausgesprochen, einen der beiden Wege, der am Grabmal Caspar II. von Kronberg entlangführt, auszuleuchten.

Fußweg

Ein weiterer Fußweg, in der Verbindung zwischen Ernst-Schneider Platz (unterer Teil Parkplatz) und der Straße Im Wiesental ist ausreichend beleuchtet. Hier besteht allerdings nach Dafürhalten der Beteiligten die Notwendigkeit, Bäume und Büsche so zurückzuschneiden, dass diese die Lichtkegel der öffentlichen Straßenbeleuchtung nicht einschränken.

Dies waren konkrete Beispiele des Beleuchtungsganges, bei welchen laut der Expertinnen und Experten Nachbesserungen vorgenommen werden könnten. Die überwiegende Anzahl der in Augenschein genommenen Straßen und Plätze dieses Beleuchtungsganges waren völlig ausreichend beleuchtet und bedürfen keiner Nachbesserung.

Am Ende des abendlichen Rundganges waren sich alle einig: mehr Licht - mehr Sicherheit!