Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
25.04.2017

Menschenkette in Frankfurt als Appell für sichere Schulwege

„Aliens verstehen keine Tempo 30 Zonen“

 

Menschenketten für große Themen der Weltpolitik sind alltäglich geworden. Eine durch 2500  Grundschulkinder gebildete Menschenkette zugunsten eines Themas, dass überwiegend unsere kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer angeht, fand aber in den überregionalen und lokalen Medien gebührende Aufmerksamkeit

Am 21.04.2017 führte eine 2,5 KM lange Menschenkette durch das Frankfurter Nordend vorbei an der Merianschule, Phormsschule, Schwarzburgschule, Elisabethenschule und der Holzhausenschule.

Initiiert hatten die Aktion engagierte Eltern der „Aktionsgemeinschaft Sicher in die Schule“, die aufgrund eines vor zwei Jahren angefahrenen Kindes nun mehr Aufmerksamkeit für das Thema „ Erhöhung der Schulwegsicherheit“ erreichen wollten. Unter der Mitwirkung der Schirmherren Herrn Oberbürgermeister Feldmann, Herrn Verkehrsdezernenten Oesterling, Herrn Polizeipräsidenten Bereswill und weiterer namhafter Persönlichkeiten wurde betont, dass zukünftig mehr Maßnahmen in Frankfurt ergriffen werden, um den schwächsten Verkehrsteilnehmern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen. Herr Bereswill gab zu bedenken, dass nach wie vor aber auch die Elterntaxis selbst ein Teil des Risikos für die Kinder auf den Schulwegen darstellen.

Im Jahr 2016 verzeichnete die Stadt Frankfurt 33 Schulwegunfälle mit 4 Schwerverletzten und 28 Leichtverletzten (davon 15 als Radfahrer mit 1 Schwerverletzten und 14 Leichtverletzten, 16 als Fußgänger mit 3 Schwerverletzten und 14 Leichtverletzten).

Der Unfallgefahr präventiv entgegengewirkt haben bisher in Frankfurt städtische Verkehrserzieher, die bei rund 12000 Kindern Schulwegtraining in Kindertagesstätten und 1. Klassen durchführen. Dazu werden Radfahrbeschulungen von polizeilichen Verkehrserziehern bei rund 6200 Viertklässlern pro Jahr durchgeführt. Regelmäßig oder anlassbezogen kommen zuständige Behörden, Institutionen, die jeweils örtlich zuständigen Reviere, Sachbearbeiter der Direktion Verkehrssicherheit des Polizeipräsidiums Frankfurt und viele weitere Fachleute zusammen, um Schulwege auf ihre Verkehrssicherheit zu überprüfen und zu verbessern. Geschwindigkeitskontrollen und Informationsveranstaltungen bilden flankierende Maßnahmen der Polizei.

Der Aktionstag wurde polizeilicherseits im Vorfeld und während des Verlaufes durch den Verkehrsüberwachungsdienst und die Verkehrserziehung eng begleitet.

Die Aktion unter Beteiligung der Kinder hat auch schon eine Art Zwischenergebnis erzeugt. Am Abschlussort der Kundgebung überreichten Kinder symbolisch an den Verkehrsdezernenten Herrn Oesterling ein großes Staffelholz, in dem sich eine Karte mit 35 eingezeichneten Risikoörtlichkeiten bzw. ein Forderungskatalog befand- aus der Sicht der Betroffenen!

Bauliche und polizeiliche Maßnahmen sollen zukünftig intensiviert werden- zum Schutz unserer Kleinsten, denn mit #MehrVorsichtMehrRücksicht sind sie viel sicherer unterwegs.

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