Hessische Polizei - Polizeiautos
 
20.08.2018

Die polizeiärztliche Untersuchung

Ziel der polizeiärztlichen Untersuchung ist es, die langfristige gesundheitliche Eignung für den Polizeivollzugsdienst der Bewerberin bzw. des Bewerbers festzustellen. Dabei spielen Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zum Zeitpunkt der Untersuchung keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle.

Die polizeiärztliche Untersuchung besteht aus verschiedenen Teiluntersuchungen, die im Folgenden näher erläutert werden:

Allgemeine körperliche Untersuchung

Sie werden gewogen und Ihre Körperlänge gemessen. Bei einer derzeit vorgegebenen Mindestgröße von 160 cm soll Ihr BMI (Body-Maß-Index) nicht über 27,5 kg/m² liegen.
(Beispiel: 78kg/ (1,8mx1,8m)= 24kg/m²)

Zu Ihrem Gesundheitszustand werden Sie vollumfänglich befragt und ärztlich „von Kopf bis Fuß“ körperlich untersucht: dabei insbesondere Ohren, Nasen-Rachen-Raum, Rücken, das Skelettsystem mit den großen Gelenken, Brustkorb und Bauch.

Des Weiteren werden labortechnische Untersuchungen vom Polizeiärztlichen Dienst durchgeführt bzw. in entsprechenden Labors beauftragt (u. a. ein Drogenscreening).

Eventuelle Tätowierungen und nicht entfernbarer Körperschmuck werden anlässlich der Untersuchungen dokumentiert, gegebenenfalls auch fotografisch. Tätowierungen dürfen beim Tragen der Dienstkleidung nicht sichtbar sein.

Hörtest

In einer schalldichten Hörkabine oder mit Kopfhörern wird Ihr Gehör frequenz-spezifisch und seitengetrennt auf eventuelle Hörminderung getestet.

Sehtest

Mit dem Sehtest wird die Sehschärfe Ihres Auges mit und ohne eventuelle Brille geprüft. Eine eventuell verordnete Brille ist für die Untersuchung mitzuführen. Das Tragen von Kontaktlinsen ist nicht erlaubt, da diese bei einem späteren polizeilichen Einsatz wegen gesundheitlicher Gefahren (z. B. bei Reizgas-Einsatz) auch nicht zu tragen sind.

An Sehtestgeräten und mit Tafeltests werden Farben,- Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit untersucht.

EKG und Belastungs-EKG

Hierbei wird das Elektrokardiogramm (EKG) in Ruhe und unter körperlicher Belastung geschrieben. Eingesetzt wird ein stationäres Fahrrad (Ergometer). Beim Belastungs-EKG werden die Arbeitsleistung und mögliche Veränderungen der Herz- und Kreislauffunktionen gemessen. Folgende Krankheiten lassen sich u.a. diagnostizieren:

  • Erkrankungen der Herzkranzgefäße
  • Bluthochdruck
  • Herzrhythmusstörungen

Weitere ergänzende Untersuchungen

In Abhängigkeit Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte, der erhobenen Befunde und im Ausmaß oder ihrer Art nach unklarer Gesundheitsstörungen können weitere ergänzende Untersuchungen – z. B. Röntgen oder extern fachärztlich – angezeigt sein, die mit Ihnen im ärztlichen Gespräch erörtert würden