Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
10.06.2008

Mit einem BOB wäre das nicht passiert

Fünf Führerscheine in einer Nacht in Kirchhain, Rauschenberg und Marburg sicher gestellt


FührerscheinEine eigentlich traurige Bilanz zog die Polizei des Landkreises Marburg-Biedenkopf für die Nacht zum Sonntag, dem 8. Juni. Sie stellte letztendlich

fünf Führerscheine von Autofahrern sicher.

Sie standen alle unter dem Einfluss alkoholischer Getränke. In drei Fällen kam es zu Verkehrsunfällen, die hier glücklicherweise glimpflich verliefen.

 

Polizeikelle mit BOB-AnhängerInsgesamt unterstreicht dieses Ergebnis nur einer Einsatznacht die Wichtigkeit von Präventionsprogrammen wie

verkehrssicher-in-mittelhessen

und

BOB.

Als BOB bzw. mit einem BOB wären diese Unfälle nicht passiert.

Über den finanziellen Aspekt und mögliche vielleicht sogar berufliche Auswirkungen durch den drohenden Entzug der Fahrerlaubnis für alle decken wir am besten den Mantel des Schweigens.

Die Polizei Stadtallendorf schlug Samstagnacht sozusagen stündlich zu. Sie stoppte einen Autofahrer nach Ausfallerscheinungen. Ein weiterer "parkte" sein Auto auf dem Dach und ein Dritter versuchte erfolglos, eine Grundstücksmauer zu versetzen.

Jeweils Tiere waren die Ursache für Ausweichmanöver von Autofahrern auf der B 3 zwischen Niederweimar und Marburg Süd und auf der Landstraße 3077 zwischen Rosenthal und Bracht. Beide verloren die Kontrolle über ihr Auto und verunfallten.

Blasen ins Alkohol-TestgerätGegen 1.45 Uhr hielt die Polizei Stadtallendorf den Audi eines 59-jährigen Marburgers an. Er war unterwegs von Marburg nach Stadtallendorf und nutzte die Bundesstraßen 62 und 454 in einer Art und Weise, die andere Verkehrsteilnehmer zu mehreren Anrufen bei der Polizei veranlasste. Die Überprüfung bei der rechtzeitigen Kontrolle um 1.55 Uhr ergab einen Wert von über 1,4 Promille. Die Fahrt unter Alkoholeinfluss endete ohne weiteren Schaden.

Um 2.20 Uhr kam es dann auf der Landstraße zwischen Rosenthal und Bracht zu einem Verkehrsunfall. Ein 37-jähriger Mann aus Schönstadt verlor, als er seinen Angaben zufolge Wildschweinen auswich, die Kontrolle über seinen roten Ford. Er überschlug sich und blieb mit dem Auto auf dem Dach liegen. Er zog sich dabei keinerlei Verletzungen zu. An dem Wagen entstand mit 10.000 Euro wohl ein Totalschaden. Der Alcotest ergab einen Wert von über 1,7 Promille.

Foto rechts: Archivbild von einem Alkoholtest

Ein Tier war eigenen Angaben auch die Ursache für das Ausweichmanöver eines 23-jährigen Amöneburgers. Er war unterwegs über den Marburger Ring vom Grillplatz in Großseelheim zur Rheinstraße in Stadtallendorf. Als er um 4.30 Uhr dort abbog, leitete er wegen des Tieres das Ausweichmanöver ein, das an der Grundstücksmauer eines Hauses im Marburger Ring abrupt endete. An dem grauen Ford Mondeo entstand ein Sachschaden in Höhe von mindestens 5.000 Euro. Der Schaden an der Grundstücksmauer steht noch nicht fest. Der Alcotest bei dem Mann aus Amöneburg zeigte einen Wert von knapp unter 1,3 Promille.

Flasche Bier mit VerbotsschildZwischen dem Unfall auf der Landstraße 3077 und dem in Marburger Ring liegt ein Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 3 zwischen Niederweimar und Marburg-Süd. Hier fuhr ein 26-jähriger Mann aus Kirchhain mit seinem BMW. Auch er wich seinen Angaben zufolge um 3.45 Uhr einem Tier aus und verlor die Kontrolle über seinen Wagen. Er kam ins Schleudern und stieß zunächst gegen die linke, dann gegen die rechte und dann wieder gegen die linke Leitplanke, bevor der Wagen zum Stillstand kam. Danach fuhr er auch noch von der Unfallstelle davon. Die Polizei konnte ihn ermitteln und stellte bei der späteren Überprüfung noch leichte Alkoholeinwirkung fest. An dem Wagen entstand ein Schaden in Höhe von 2.500 Euro. Der Fahrer musste, wie alle anderen auch, seinen Führerschein zumindest vorläufig abgeben.

Gegen 6.35 Uhr überprüfte die Polizei Stadtallendorf schließlich einen 22-jährigen Mann aus Rauschenberg auf dem Weg von Halsdorf nach Hause. Er konnte, wie sich herausstellte, seinen Citroen aufgrund des genossenen Alkohols nicht mehr sicher fahren. Die Polizei beendete die Fahrt, stellte den Führerschein sicher und ordnete eine Blutentnahme an.

BOB-Anhänger mit dem Schriftzug "Wer fährt, trinkt nicht...!" und der Internetadresse www.aktion-bob.de


Diese Autofahrer waren allesamt keine BOB`s.

Sie verzichteten nicht und leisteten keinen auch noch so geringen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Sie übernahmen nicht die notwendige Verantwortung, die letztendlich zur Reduzierung insbesondere von Verkehrsunfällen mit schweren Folgen führt.

Sie hatten an diesem Abend einfach nur Glück, dass weder ihnen selbst, noch anderen Verkehrsteilnehmern etwas zustieß.

BOB sein ist doch eigentlich sooooooooooooooo einfach, und es lohnt sich gleich mehrfach.

Mehr zum Thema verkehrssicher-in-mittelhessen und Aktion BOB finden Sie im Internet unter:

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"

und zum Thema BOB 2 rote Pfeile hier sowie auf der gemeinsamen Aktionsseite unter:

Schriftzug - www.aktion-bob.de