Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
11.04.2008

verkehrssicher-in-mittelhessen und Aktion BOB in Marburger Schule

Plakat "verkehrssicher-in-mittelhessen"Schüler erhalten "Tunnelblick" durch Rauschbrille!
Die Auswirkungen und Gefahren von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr


Bei allem Spaß, den Versuche mit der Rauschbrille verursachen, spiegelten sich Überraschung, Erstaunen und Nachdenklichkeit deutlich auf den Gesichtern derer, die sie ausprobierten.


Aktives mitmachen war gefragt beim Workshop in den Kaufmännischen Schulen Marburg

 

 

 

Foto links: Aktives mitmachen war gefragt beim Workshop in den Kaufmännischen Schulen Marburg, hier mit POK Egerding als Referent 

 

 


Polizeioberkommissar Stefan Egerding und Polizeikommissar Thorsten Frey brachten die Brillen, die einem nüchternen den alkoholbedingten "Tunnelblick" ermöglichen, mit an die kaufmännischen Schulen in Marburg.

Zwei Schüler probieren die Rauschbrille ausDie beiden Polizeibeamten informierten am Dienstag, dem 18. März über einen ganzen Schultag in sechs Workshops mehr als

130 Schülerinnen und Schüler
im Alter zwischen 18 - 24 Jahren

sowie etliche Lehrer über die Gefahren und Auswirkungen von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

Foto rechts: Zwei Schüler probieren die Rauschbrille aus

Polizeioberkommissar Stefan Egerding während seines Vortrages Auswirkungen und Gefahren von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr Der Einsatz der Rauschbrille brach ganz schnell das Eis und sorgt für ein rege Beteiligung und aktive Mitarbeit in den Workshops. Das Interesse war geweckt!

Gemeinschaftlich erfolgten die Erörterung von Hauptunfallursachen und die Wirkung von Alkohol und Drogen auf den Körper zum einen und auf den Straßenverkehr zum anderen.


 

Foto links: Polizeioberkommissar Stefan Egerding während seines Vortrages Auswirkungen und Gefahren von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr



Einen Ball fangen, einen kleineren Gegenstand ergreifen oder einfach nur auf einer Linie entlang gehen - all das klappte mit aufgesetzter Brille nicht wirklich beim ersten Mal.
Die jungen Erwachsenen und jungen Autofahrer erfuhren am eigenen Leib im nüchternen Zustand, wie sich Alkohol auf das Sichtfeld und damit schließlich auch auf die Reaktion auswirkt.

Polizeikommissar Thorsten Frey neben einem Aktionsplakat von "verkehrssicher-in-mittelhessen" mit Nia KünzerDie Schülerinnen und Schüler sammelten Erfahrungen, die sie, ihren Reaktionen nach zu urteilen, ganz sicher zukünftig als Verkehrsteilnehmer im Bewusstsein haben.

 

Foto rechts: Polizeikommissar Thorsten Frey neben einem Aktionsplakat von "verkehrssicher-in-mittelhessen" mit Nia Künzer

 


Damit erreichten die Projektmitglieder ihr Ziel, die jungen Autofahrer zu sensibilisieren. Sie aktivierten und förderten ihr Verantwortungsbewusstsein. Wenn das schließlich in einer selbst gewollten und damit nachhaltigeren Verhaltenänderung mündet, führt das zu einer höheren Verkehrssicherheit, zu weniger Verkehrsunfällen und damit auch zu weniger Unfällen, bei denen sich Verkehrsteilnehmer verletzten oder gar schlimmeres erleiden.

Schritzug der Aktion BOBAn dieser Stelle des Workshops bot es sich förmlich an, die Aktion BOB vorzustellen und den jungen Autofahrern zu zeigen mit welchem vergleichsweise geringen Aufwand jeder einen erheblichen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten kann. Einfach genial - genial einfach! BOB ist, egal ob Mann oder Frau, derjenige, der in der Gruppe keinen Alkohol trinkt und als Chauffeur die anderen sicher, weil nüchtern nach hause bringt. Der BOB zeigt in den unterstützenden Betrieben sein Markenzeichen, den knallgelben Schlüsselanhänger, und erhält dafür sozusagen als Anerkennung ein antialkoholisches Getränk.

Andreas Dittmann, Lehrer an den Kaufmännischen Schulen und Fachberater für Verkehrssicherheitsarbeit in den Schulen organisierte in Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt Marburg die Workshops.

"Wir müssen unsere Schüler viel intensiver über das Thema Drogen und Alkohol im Straßenverkehr aufklären. Bei vielen gibt es enorme Wissenslücken und Fehlinformationen. Mit der Polizei haben wir einen Partner gefunden, der uns in dieser Hinsicht enorm unterstützt", so Andreas Dittmann.

Autoschlüssel mit BOB-Anhänger und Polizeikelle"Als Polizeibeamte werden wir zu den Themen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr als realitätsnah empfunden", sagte PK Thorsten Frey, der von Beginn an als Multiplikator in dem Projekt "verkehrssicher-in-mittelhessen" mitarbeitet. "Aufgrund unserer Berufserfahrung und dem fast täglichen Umgang mit Autofahrern unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen, können wir das Thema nachhaltig an die jungen Erwachsenen herantragen", so PK Frey weiter.



Foto oben: An einem Autoschlüssel hängt ein
BOB-Schlüsselanhänger mit kleiner Polizeikelle

Die Workshops boten zahlreichen Lehrerinnen und Lehrer auch anderer Schulen des Landkreises Marburg- Biedenkopf die Möglichkeit, sich über "verkehrssicher-in-mittelhessen" und BOB zu informieren.

Durch einige neue Kontakte zeichnen sich bereits jetzt weitere, ähnliche Veranstaltungen ab. "Diese Veranstaltungen müssen gefördert und ausgebaut werden, um nachhaltig die Unfallzahlen der alkohol- und drogenbedingten Verkehrsunfällen der Zielgruppe zu senken", so Stefan Egerding, Leiter des Projektbüros "verkehrssicher-in-mittelhessen".

 


Mehr zum Thema verkehrssicher-in-mittelhessen und Aktion BOB finden Sie im Internet unter:

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"

und zum Thema BOB 2 rote Pfeile hier sowie auf der gemeinsamen Aktionsseite unter:

Schriftzug - www.aktion-bob.de