Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
30.12.2014

Vierte Bundestagung der deutschen BOB-Initiativen

Effektive Präventionskampagne breitet sich regional weiter aus

4. Bundestagung der deutschen BOB-Initiativen in Pappenheim

Der gelbe BOB-Schlüsselanhänger zur Prävention von Trunkenheitsfahrten findet bundesweit immer mehr Anklang.

Die Deutschlandkarte mit den einzelnen BOB-InitiativenNachdem die Aktion seit Jahren erfolgreich in Hessen, dem Saarland und Bayern läuft, hat sich auf der

4. BOB-Deutschland-Tagung

das Polizeipräsidium Rheinpfalz (Ludwigshafen) der Aktion angeschlossen. Voraussichtlich im April 2015 wird BOB dort starten. In Bayern steht der Landkreis Memmingen in den Startlöchern.

Auch im Süden Hessens (Odenwaldkreis) und Norden (Werra-Meißner-Kreis) ist BOB zwischenzeitlich aktiv und ab sofort auf der BOB-Deutschlandkarte zu finden.

Gestrichen werden mussten auf der BOB-Karte bedauerlicherweise die beiden BOB-Initiativen aus Thüringen, die leider nicht mehr betrieben werden.

 

Foto: Auf der BOB-Deutschlandkarte mit der Verlinkung der einzelnen BOB-Initiativen wird sich demnächst einiges tun

 

Bei der Konferenz im Evangelischen Bildungs-und Tagungszentrum Pappenheim, deren Organisation die BOB-Initiative aus Trier übernommen hatte, diskutierten rund dreißig Vertreter regionaler BOB-Initiativen die Weiterentwicklung des Präventionsprogramms. „Der Charme von BOB liegt darin, dass er positives Verhalten belohnt“, erklärte Polizeihauptkommissar Ernst Baltes, einer der Organisatoren der Tagung vom BOB-Team des Polizeipräsidiums Trier.

BOB-SchlüsselanhängerWer den gelben BOB-Schlüsselanhänger (s. Foto) trägt, zeigt damit, dass er Fahrer einer Gruppe ist und keinen Alkohol trinkt. Wirte belohnen BOB mit einem alkoholfreien Freigetränk.

„Mit BOB übernehmen junge Leute Verantwortung für sich und andere“ ergänzt Thomas Thill, Gastgeber und Vorsitzender der BOB-Aktionsgemeinschaft Bayern e. V. 

Die Moderation der BOB-Tagung wurde von Ernst Baltes, BOB-Trier, und Thomas Thill, BOB-Bayern, übernommen
Foto: Die Moderation der BOB-Tagung wurde von Ernst Baltes, BOB-Trier, und Thomas Thill, BOB-Bayern, übernommen

Nach dem Prinzip „von anderen lernen“ nahmen die Tagungsteilnehmer durch den regen Informationsaustausch andere Ideen und neue Wege zur Weiterentwicklung und Optimierung des eigenen BOB Programms mit.

Ein Thema war die Gewinnung weiterer Unterstützer. Zudem richtete sich die Diskussion um die Nutzung des Internets und sozialer Netzwerke wie Facebook, der Bereitstellung von APP‘s und QR-Codes für Handys. Weiterhin ging es um die verschiedensten Formen der Werbung im öffentlichen Raum, beispielsweise mittels Brückenbanner oder Werbung in bzw. an Bussen.

Einige der Tagungsteilnehmer des 4. BOB-Deutschland-Treffens in Pappenheim
Foto oben: Einige der Tagungsteilnehmer des 4. BOB-Deutschland-Treffens in Pappenheim

Polizeihauptkommissar Eberhard Dersch, auch verantwortlich für die BOB-Deutschlandseite im Internet, verwies noch einmal auf die Aktualität der Internetseiten der einzelnen BOB-Initiativen, denn nur dadurch sind sie für die Besucher interessant. Er zeigte die eigenen Erfahrungen auf und verwies auf weit über eine halbe Million Besucher auf den Internetseiten der BOB-Initiative in Mittelhessen in diesem Jahr.

Wie effizient BOB als Präventionskampagne ist, machten Studien aus Hessen und dem Saarland deutlich. Polizeihauptkommissar Dirk Brandau vom Polizeipräsidium Mittelhessen zeigte auf, dass die alkoholbedingten Unfallzahlen junger Fahrer in BOB-Regionen signifikant stärker zurückgegangen sind als im Landesdurchschnitt. Dies habe eine  2 rote Pfeile Evaluation der Uni Gießen, ergeben.

Das BOB-Team aus dem Polizeipräsidium Mittelhessen, mit v. l. Polizeihauptkommissar Dirk Brandau, Polizeihauptkommissar Eberhard Dersch und Polizeidirektor Thorsten Fleischer
Foto: Das BOB-Team aus dem Polizeipräsidium Mittelhessen, mit v. l. Polizeihauptkommissar Dirk Brandau,
Polizeihauptkommissar Eberhard Dersch und Polizeidirektor Thorsten Fleischer

Nadine Nagel vom Landesinstitut für präventives Handeln des Saarlandes konnte als Ergebnis einer begleitenden Studie feststellen, dass „Freunde sicher nach Hause fahren“ die größte Motivation junger Leute sei, sich an der Präventionskampagne zu beteiligen.

Nachdem BOB bereits in mehreren europäischen Ländern als Präventionskampagne angewandt wird, steht nun die Ausweitung nach Österreich bevor. Günther Ebenschweiger, Präsident des österreichischen Zentrums für Kriminalprävention erläuterte seine Pläne, BOB in der Alpenrepublik flächendeckend umzusetzen, „weil effektive Prävention der Gesellschaft, aber auch jedem einzelnen jungen Menschen nutzt.“

Die einzelnen Berichte der Initiativen nähren die Hoffnung, dass sich BOB bundesweit weiter entwickelt. Es mehren sich die Anfragen interessierter Kommunen, Gemeinden, Landkreise oder Städte mit unterschiedlichen Trägern. Diese Anfragen kommen auch aus angrenzenden Bundesländern wie z.B. Nordrhein Westfalen und Baden-Württemberg.

Auch Tagungsgäste vom Landesverband Bayrischer Fahrlehrer, dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (B.A.D.S.) und der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel bestärkten die BOB-Verantwortlichen in ihren Bemühungen.

Gruppenbild der Tagungsteilnehmer des 4. BOB-Deutschland-Treffens in Pappenheim
Foto: Gruppenbild der Tagungsteilnehmer des 4. BOB-Deutschland-Treffens in Pappenheim

Auch im nächsten Jahr sind einige gemeinsame Aktivitäten vorgesehen, so z. B. die Teilnahme am  20. Deutschen Präventionstag, der vom 08. bis 09. Juni 2015 in Frankfurt stattfinden wird. Alle Teilnehmer waren sich einig, sich im Jahr 2015 erneut zu treffen.

Mehr zu den einzelnen BOB-Initiativen unter 2 rote Pfeile www.bob-deutschland.de

Kontaktadressen und weitergehende Informationen zum Thema verkehrssicher-in-mittelhessen“ und Aktion BOB finden Sie unter:

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"

und zum Thema BOB 2 rote Pfeile hier sowie auf der gemeinsamen Aktionsseite unter:

Schriftzug - www.aktion-bob.de