21.11.2013

Holzlaster und Sprinter mussten abladen / Eingesparte Fahrt wird als Strafe verrechnet

Rund 12 Tonnen zuviel hatte ein Holzlaster am vergangenen Freitag, 08.11.2013, auf der Bundesstraße 277 zwischen Herborn und Dillenburg geladen.

Mitarbeitern des 2 rote Pfeile Regionalen Verkehrsdienstes aus Dillenburg war der Langholzlaster gegen 10.45 Uhr aufgefallen. Sie stoppten den Lkw und stellten bei einer Wägung ein Gesamtgewicht von 52 Tonnen fest - dies entspricht eine Überladung von mehr als 25 Prozent.

Holzlaster überladen

Der Fahrer, der für einen Transporteur aus dem Sauerland unterwegs war, musste abladen und die Stämme mit einer zweiten Fahrt ans Ziel bringen. Da die Fahrer meist das schwächste Glied in der Transportbranche sind und diese dem Druck der Disponenten nachgeben müssen, entschieden sich die Kollegen in diesem Fall ein sogenanntes Verfalls- oder auch Disjunktionsverfahren anzuwenden. Hierbei werden in der Regel die Bußgeldverfahren gegen den Fahrer eingestellt (285 Euro und drei Punkte in Flensburg) und der Gewinn durch die eingesparte Tour bei der Halterfirma quasi abgeschöpft. Dieser errechnet sich aus der Gesamtladung und der zurückgelegten Strecke. In diesem Fall eine Summe von 840 Euro.

Die Bußgeldstelle in Kassel wird diesen Betrag als "Strafe" bei der Halterfirma einfordern. Eine weitaus größere Summe, als die zu erwartende Strafe im Bußgeldverfahren.

Sprinter bringt über 5 Tonnen auf die Waage

Sprinter bringt über 5 Tonnen auf die Waage Schon auf den ersten Blick erkannten Mitarbeiter des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill, dass ein weißer Sprinter am Montag (18.11.2013) deutlich überladen in der Herborner Innenstadt unterwegs war.

Das Heck des Transporters war derart in die Knie gegangen, dass zu befürchten war, er könne jederzeit während der Fahrt auf den Asphalt aufsetzen.

 

Sie stoppten den Transporter (Foto links) und lotsten ihn auf eine Waage. Der für maximal 3,7 Tonnen ausgelegten Sprinter brachte es auf über 5 Tonnen Gesamtgewicht. Der 28-jährige Fahrer aus dem Lahn-Dill-Kreis war für einen Lebensmittelgroßhandel unterwegs und wollte kleinere Geschäfte beliefern. Nachdem er einen Teil seiner Ware abgeladen hatte, durfte er seine Tour fortsetzen.

Plakat zu verkehrssicher-in-mittelhessenIhn erwarten ein Bußgeld von 235 Euro sowie drei Punkte in Flensburg. Zudem wird er sich für Verstöße gegen die Sozialvorschriften verantworten müssen.

Solche Kontrollmaßnahmen gehören auch zu dem Verkehrspräventionsprogramm verkehrssicher-in-mittelhessen (Aktionsplakat dazu rechts) weitergehende Infos dazu unter:

Internetadresse: "www.verkehrssicher-in-mittelhessen.de"