Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
02.05.2008

Polizeipräsident stellt Eckdaten der Kriminalstatistik 2007 für Mittelhessen vor

Erneuter Rückgang der Straftaten Mittelhessen ist eine der sichersten Regionen in Hessen

Polizeipräsident Manfred SchweizerAm 21.1.2008 stellte Polizeipräsident Manfred Schweizer die wesentlichen Eckdaten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2007 für den Bereich des Polizeipräsidiums Mittelhessen vor. Drei Kennzahlen hob er dabei besonders hervor: Die registrierten Straftaten gingen um 1.161 (- 2%) auf 56.237 zurück. Damit einhergehend sank die durch Kriminalität verursachte Belastung für die Menschen in Mittelhessen. Dies spiegelt sich in der Zahl der Straftaten bezogen auf 100.000 Einwohner wieder, die sich um 101 auf 5.270 verringerte. Weiterhin erreichte die Polizei mit 58,2% eine hervorragende Aufklärungsquote.

„Das ist eine sehr gute Entwicklung für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sowie ein Beleg der erfolgreichen Arbeit der mittelhessischen Polizei“, stellte Polizeipräsident Schweizer zufrieden fest.

Logo des Polizeipräsidiums MittelhessenMit dem erneuten Straftatenrückgang um 2% hat sich die positive Entwicklung der Kriminalitätszahlen in Mittelhessen auch im vergangen Jahr fortgesetzt. Die Gesamtzahl der Straftaten ist im dritten Jahr in Folge rückläufig. Seit 2005 nahm die Kriminalität um 12,3% (das sind 7.522 Straftaten weniger) ab. „Ein derartiger Kriminalitätsrückgang ist ein erheblicher Sicherheitsgewinn für die Menschen in dieser Region und eine gute Botschaft für unsere Bürgerinnen und Bürger. „Auch wenn die örtliche Kriminalitätsentwicklung nicht einheitlich verläuft und jede Straftat eine zuviel ist, leben die Menschen in Mittelhessen in einer der landesweit sichersten Regionen“, sagte Schweizer. Besonders erfreulich sei der Rückgang in Deliktsbereichen, die das Sicherheitsempfinden unserer Bürger besonders beeinträchtigen wie bei der Gewalt- und Einbruchskriminalität. Dazu haben nach Auffassung Schweizers die erhöhte polizeiliche Präsenz und die vielfältigen Präventionsaktivitäten beigetragen. Zunahmen gab es dagegen bei den sogenannten Kontrolldelikten wie der Rauschgiftkriminalität, sowie bei der Internetkriminalität und den Sachbeschädigungen.

PolizeistatistikDie Aufklärungsquote von 58,2% liegt trotz eines Rückgangs um 1,2%-Punkte gegenüber dem Vorjahr im Spitzenbereich der hessischen Polizeipräsidien. Schweizer führte dieses gute Ergebnis vor allem auf die kompetente Ermittlungs- und Tatortarbeit, sowie die konsequente Nutzung der technischen Ausstattung zur Identifizierung von Tätern, wie den digitalen Fingerabdruck und die DNA-Analyse zurück. „Mit dazu gehört natürlich das Engagement und eine Menge professioneller Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen“, betonte Schweizer. Er dankte den Mitarbeitern der mittelhessischen Polizei für ihre ganz hervorragenden Leistungen. Er würdigte auch die Mithilfe der Bürger, die durch ihre Aussagen und Hinweise die Polizei bei der Klärung von Straftaten tatkräftig unterstützt haben.
Schweizer misst dieser hohen Aufklärungsquote eine wichtige Bedeutung bei. Er bezeichnete sie als ein Signal an die Bürger, dass Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt werden und zugleich als eine Warnung an potentielle Straftäter, dass das Entdeckungsrisiko in Mittelhessen überdurchschnittlich hoch ist.

„Die Delikte der Gewaltkriminalität, hierzu zählen gefährliche und schwere Körperverletzung, Raub, Vergewaltigung und Kapitalverbrechen, nahmen im Vergleich zum Vorjahr, trotz eines Anstiegs bei der gefährlichen Körperverletzung um 2% ab. Der Rückgang ist in erster Linie auf niedrigere Fallzahlen beim Raub zurückzuführen. Mit 2.138 Fällen liegt die Gewaltkriminalität nach einem Anstieg in 2004 und 2005 damit auf dem Tiefststand der letzten fünf Jahre. Die Aufklärungsquote beträgt hier hervorragende 83,3%“, so der Polizeipräsident.<Vorbild - angemessen reagieren> Das Bild zeigt einen Mann, der seine Frau schlägt !

Neben dem konsequenten Einschreiten gegen Straftäter bleibt es eine wichtige Aufgabe, durch engagierte Präventivarbeit, die Gewaltbereitschaft einzudämmen. Dazu leisten die bei jeder Polizeidirektion in Mittelhessen eingerichteten Arbeitsgruppen Gewalt an Schulen (AGGAS) einen wichtigen Beitrag; ebenso das in Zusammenarbeit mit Lehrkräften und der Jugendhilfe laufende Projekt „Prävention im Team“. Darüber hinaus besteht seit Mai des vergangenen Jahres eine Regionalstelle des Netzwerkes gegen Gewalt im Polizeipräsidium Mittelhessen.

Sehr zufrieden stellend ist der weitere Rückgang bei der Diebstahlskriminalität, die mit 37,7% den größten Anteil am Gesamtstraftatenaufkommen hat. 1997 lag dieser Anteil noch bei 56,8%. Die Diebstähle gingen gegenüber dem Vorjahr um 3,6% auf 21.191 Fälle zurück. Das ist die geringste Zahl seit Bestehen des Polizeipräsidiums Mittelhessen im Jahr 2001. Fälle des einfachen Diebstahls nahmen um 4,6% auf 12.592 Straftaten ab. Beim schweren Diebstahl wurden mit 8599 Fällen 192 (-2,2%) weniger registriert als im Vorjahr. Insbesondere der die Privatsphäre besonders beeinträchtigende Wohnungseinbruchsdiebstahl ist um 64 Fälle reduziert worden. Damit konnte der seit Jahren rückläufige Trend fortgesetzt werden. Besonders hervor zu heben ist, dass die Polizei mehr als jeden vierten dieser Fälle aufklären konnte.

Die Internetkriminalität stieg im vergangenen Jahr um 180 (7,4%) auf 2.615 Fälle. Daran hatte der Waren- und Kreditbetrug im Zusammenhang mit Auktionsplattformen mit 1.651 Straftaten den größten Anteil. Die Anzahl der sonstigen Delikte im Internet, darunter Verbreiten pornografischer Schriften und Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz hat sich im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt und beträgt 964 Fälle. „Aufgrund der zunehmenden Anforderungen in diesen Bereichen ist im vergangenen Jahr ein neues Internetkommissariat im Polizeipräsidium eingerichtet worden. Mit Hilfe dieser Spezialisten wird der Straftatenbereich effektiver bearbeit werden können“, sagte Manfred Schweizer.

Schriftzug der Internetadresse von polizeiberatung.de

Tipps und Hilfe zu den Gefahren im Internet können unter www.Polizei-Beratung.de (klicken Sie auf das Logo rechts) erfragt werden.

Einen Zuwachs gab es bei den Sachbeschädigungen mit einem Anstieg um 502 (+7,9%) auf 6.836 Fälle. Die Rauschgiftdelikte stiegen um 83 auf 2.161, was auf größere Ermittlungsverfahren und den erhöhten Kontroll- und Fahndungsdruck zurückzuführen ist.

Schweizer zeigte sich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. „Es belegt, dass die mittelhessische Polizei mit ihrem Einsatzwillen und Leistungsvermögen heute und auch morgen ein erfolgreicher und verlässlicher Partner für die Sicherheit der Menschen in unserer Region ist“, so der Präsident.

Grafiken zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2007 des PP Mittelhessen