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22.08.2017 | Hessisches Landeskriminalamt

Fake News

Logo des Hessischen Landeskriminalamtes
In der heutigen Zeit ist es selbstverständlich, dass Menschen jederzeit auf eine Vielzahl von Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen zugreifen können. Die Schattenseite dieses Angebotes besteht allerdings auch darin, dass nicht jede Information die verfügbar ist, auch aus einer seriösen Quelle stammt oder gar wahr sein muss. Eine genaue Unterscheidung zwischen wahren und erfundenen Geschichten ist daher häufig nicht ganz einfach.

Was sind Fake News?

Der Begriff „Fake News“ bezeichnet eine gezielte Verbreitung von falschen Informationen. Die Informationen können hierbei entweder frei erfunden oder verfälscht sein. Bei verfälschten Nachrichten werden beispielsweise echte Bilder manipuliert oder in einen komplett anderen Kontext gestellt. Die Urheber solcher Nachrichten sind sich über ihre Handlungen im Klaren und wollen eine bewusste Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung erreichen.

Strafrechtliche Bedeutung von „Fake News“

Neben einer gezielten Desinformation der Bevölkerung haben „Fake News“ auch eine strafrechtliche Dimension. Diese kommt beispielsweise zum Tragen, wenn „Fake News“ zu Hass und Gewalt gegen Einzelpersonen oder gegen bestimmte Teile der Bevölkerung aufrufen. Dies kann auch der Fall sein, wenn jemand „Fake News“ in entsprechender Art und Weise kommentiert.

Für den Umgang mit Fake News gibt die hessische Polizei folgende Tipps:

  • Prüfen Sie, ob der Beitrag reißerisch formuliert ist und so lediglich dazu führen soll, dass möglichst viele Menschen ihn anklicken. („Clickbaiting“)
  • Schauen Sie sich den Absender der Nachricht an: Wer bzw. welche Gruppe teilt oder teilen die Nachrichten?
  • Falschmeldungen nutzen manchmal verfälschte Fotos oder Fotos die aus dem Kontext gerissen wurden. Prüfen Sie daher nach Möglichkeit woher die Fotos stammen und ob sie noch in ihrem ursprünglichen Kontext verwendet werden.
  • Soweit möglich, versuchen Sie die Quellen zu identifizieren und prüfen Sie, ob die entsprechende Nachricht auch von vertrauenswürdigen Medien aufgegriffen und thematisiert wird.
  • Prüfen Sie, ob es sich bei der Nachricht möglicherweise um einen bewussten Witz, Satire oder eine Parodie auf das aktuelle Zeitgeschehen handelt.
  • Bleiben Sie skeptisch und teilen Sie nur Informationen, die Sie für glaubwürdig halten. Gerade für den Bereich der sozialen Medien sollte unbedingt gelten: „Zuerst nachdenken, dann teilen.“
  • Sollten Sie auf rechtswidrige Inhalte, wie beispielsweise Aufrufe zu Hass und Gewalt gegen bestimmte Teile der Bevölkerung stoßen, sichern sie diese per Screenshot und wenden sie sich an die Polizei.

Weitere Information finden Sie auch unter:

www.polizei.hessen.de

www.polizei-beratung.de

www.verbraucher.de