Hessische Polizei - Polizeiautos
 
05.08.2015 | Hessisches Landeskriminalamt

Warnung vor Abofalle „WhatsApp Gold“

Bild: Warnung vor Abofalle „WhatsApp Gold“
„OMG Das ist so krass! Ich glaube das GAR NICHT. Das musst du dir holen!“

Eine Nachricht mit diesem oder einem ähnlichen Inhalt, gefolgt von einem Link, ist zur Zeit unter WhatsApp Nutzern im Umlauf. Folgt ein Nutzer dem Link, wird er auf eine Seite weitergeleitet, die neue Zusatzfunktionen für den WhatsApp Messenger verspricht.

Um die angebliche Premiumfunktion von „WhatsApp Gold“ zu aktivieren, wird man aufgefordert, die Nachricht innerhalb von 300 Sekunden an 10 Freunde weiterzuleiten.

Das perfide daran: Durch die Aufforderung die Nachricht weiterzuleiten, verbreitet sie sich wie ein Kettenbrief und erweckt gleichzeitig den Anschein, sie würde von einem Freund oder Bekannten stammen.

Hinter der Masche stecken Betrüger und es handelt sich nicht um eine echte Nachricht von WhatsApp. Auch wenn die Opfer die SPAM-Nachricht an 10 weitere Freunde weitergeleitet haben, erhalten sie keine der angekündigten Premiumfunktionen. Stattdessen erfolgt eine Weiterleitung auf diverse Phishingseiten oder sie sollen in Abofallen gelockt werden.

Was ist eine Abofalle?

Bei einer Abofalle versuchen Betrüger Nutzern unbemerkt Abonnements unterzuschieben, deren Kosten dann über die monatliche Mobilfunkrechnung abgebucht werden.

Für die Opfer sind bei diesen Abofallen die zukünftig anfallenden Kosten nicht ersichtlich. Oftmals ist ihnen auch nicht bewusst, dass die Nutzer auf Seiten weitergeleitet werden, auf denen sie ein kostenpflichtiges Abonnement eingehen können.

Hier genügen schon wenige unbedachte Klicks, um in die Kostenfalle zu tappen und bei der nächsten Mobilfunkabrechnung eine böse Überraschung zu erleben.

Wie schütze ich mich?

Die Polizei rät, Apps nur über offizielle Vertriebswege zu beziehen.

Falls Sie verdächtige WhatsApp Nachrichten erhalten, löschen Sie die Nachricht und teilen Sie diese nicht mit ihren Freunden und Bekannten.

Klicken Sie keine Links in verdächtigen Nachrichten an.

Um sich vor Abofallen zu schützen, können Sie die Einrichtung einer Drittanbietersperre in Erwägung ziehen. Diese können Sie über Ihren Mobilfunkanbieter einrichten lassen. Hierdurch werden Forderungen von Drittanbietern unterbunden.

Da Smartphones und Tablets immer häufiger auch zum Ziel von Schadsoftware werden, empfiehlt die Polizei die Software auf dem neusten Stand zu halten und auch auf mobilen Endgeräten eine aktuelle Antivirensoftware zu benutzen.

Weitere wertvolle Tipps für einen sicheren Umgang mit dem Internet erhalten Sie auch unter www.polizei-beratung.de .