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28.07.2017 | Hessisches Landeskriminalamt

Jahresbericht der Polizeilichen Kriminal- und Verkehrsprävention 2016

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„Polizeiliche Präventionsarbeit trägt Früchte“ - Wohnungseinbrüche in Hessen im Jahr 2016 sinken um mehr als zehn Prozent

Wiesbaden. Der Rückgang der Fallzahlen im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls (WED) im vergangenen Jahr ist auch auf die konsequente Präventionsarbeit der hessischen Polizei zurückzuführen. Das betonte Innenminister Peter Beuth anlässlich des Polizeilichen Kriminal- und Verkehrspräventionsberichts 2016. Im Jahr 2016 führte die Polizei allein mehr als 700 Präventionsseminare durch; im Jahr 2015 waren es noch 400.

„Die hessische Polizei hat es im vergangenen Jahr geschafft, die Zahl der vollendeten und der im Versuch abgebrochenen Einbrüche zu reduzieren sowie die Aufklärungsquote und damit einhergehend das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu steigern. Das ist in erster Linie das Verdienst der engagierten Arbeit der Beamtinnen und Beamten. Im Deliktsfeld des Wohnungseinbruchdiebstahls ist im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Fallzahlen um mehr als zehn Prozent auf insgesamt 10.405 festzustellen. Der Anteil der im Versuchsstadium abgebrochenen Wohnungseinbrüche hat sich dabei auf fast 50 Prozent erhöht. Dies verdeutlicht, dass unsere Präventionsarbeit Früchte trägt. Beispielsweise greifen sicherungstechnische Maßnahmen an den Wohnobjekten und erschwert potentiellen Tätern so das Eindringen erheblich“, so Innenminister Peter Beuth.

Zum Schutz der hessischen Bürgerinnen und Bürger vor Wohnungseinbrüchen hat die Polizei im vergangenen Jahr neben einer Vielzahl repressiver Maßnahmen im präventiven Bereich ein „Zehn-Punkte-Sofort-Programm zur Bekämpfung des WED“ umgesetzt. So wurde auf der Basis der bereits in einem Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen der Einsatz der eigenen internen Prognosetechnik „KLB-operativ“ zur gezielten Erkennung von gefährdeten Gebieten und entsprechend optimiertem und effizienterem Kräfteeinsatz ausgeweitet. Zudem wird unter der Koordination des Landeskriminalamtes sowohl ein Schwerpunkt auf den Bereich der sicherungstechnischen Beratungen gelegt als auch das bereits erfolgreiche Konzept „Wachsamer Nachbar“ offensiv verfolgt. Die Polizei ist bei der gezielten Werbung für mehr Sicherheitsbewusstsein im eigenen Wohnumfeld auf regionale Kooperationspartner angewiesen und geht so verstärkt auf Präventions- und Ortsbeiräte, Wohnungsbaugesellschaften, die Handwerkskammern, Entsorgungsbetriebe, Vereine und viele Partner mehr in besonders betroffenen Gebieten zu.

Ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Präventionsarbeit war die begonnene Umsetzung der Rahmenkonzeption „Prävention für die Zielgruppe der Senioren“. Im Mittelpunkt stand dabei die Ausbildung von Sicherheitsberatern für Seniorinnen und Senioren. Diese ehrenamtlichen Berater fungieren dabei als „Multiplikatoren“ für die Polizei und informieren die Seniorinnen und Senioren u.a. im Rahmen von Veranstaltungen und Bürgersprechstunden über Themen der Kriminal- und Verkehrsprävention.

Daneben wurde mit personalintensiven Maßnahmen in der Prävention von Cybercrime ein Schwerpunkt auf die Erarbeitung von Warnbotschaften und Sensibilisierungsprogrammen für hessische Bürgerinnen und Bürger gelegt.

 

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