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28.12.2016 | Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Schülerlotsen

VerkehrshelferVerkehrshelfer

Die ehrenamtliche Tätigkeit des Schülerlotsendienstes ist ohne Zweifel ein wichtiger Beitrag zur Schulwegsicherheit. Denn zu den üblichen verkehrssichernden Maßnahmen im Straßenverkehr, wie zum Beispiel Zebrastreifen oder Fußgängerampel, sind es hier (junge) Menschen, die durch ihr Auftreten und Erscheinungsbild signalisieren: Autofahrer aufgepasst, an dieser Stelle lauern besondere Gefahren!

Jedem Autofahrer ist klar, dass beim Erkennen eines auffällig gekleideten Schülerlotsen besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist.

 

Wie werde ich Schülerlotsin oder –lotse?

Wichtig ist natürlich die persönliche Geeignetheit der Schülerinnen und Schüler. Dabei wählen die Schulen die geeigneten KandidatInnen aus. Auswahlkriterien für geeignete Schülerlotsen sind insbesondere

  • Zuverlässigkeit, Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein,
  • Entschlossenheit
  • Pünktlichkeit
  • Höflichkeit und Hilfsbereitschaft

Das Alter der SchülerInnen beträgt mindestens 13 Jahre, bzw. bei Grundschulen mit Förderstufe 12 Jahre. Freiwilligkeit, eine positive Einstellung und die Identifikation mit der Aufgabe der Schülerlotsentätigkeit sind Grundvoraussetzungen.

Voraussetzung für den Dienst als Schülerlotse ist dann eine zielgerichtete Ausbildung – die findet durch die jeweiligen VerkehrserzieherInnen der Polizei statt. In diesem Rahmen werden die Schülerlotsen über die wichtigsten Bestimmungen der StVO (z. B. die Grundregel § 1 StVO) sowie über besondere Einflussfaktoren (Erkennbarkeit, Geschwindigkeit, Witterung) im Straßenverkehr unterrichtet. Danach erfolgt eine praktische Einweisung am späteren Einsatzort. Dabei wird immer wieder deutlich gemacht, dass Schülerlotsen keinesfalls verkehrsregelnde Maßnahmen zu ergreifen haben, sondern lediglich eine warnende Funktion übernehmen. Ein schriftlicher Test am Ende der Ausbildung rundet den Unterricht schließlich ab.

 

Die Schülerlotsen nehmen durch ihre Tätigkeit eine wichtige soziale Aufgabe war - sie übernehmen nämlich Verantwortung für ihre jüngeren und im Straßenverkehr oftmals noch unerfahreneren MitschülerInnen.

Deshalb erhalten sie üblicherweise in ihren Schulzeugnissen einen entsprechenden Vermerk. Das dokumentierte Prädikat (zuverlässig und hilfsbereit) kann sich bei späteren Bewerbungen auf eine Lehrstelle als hilfreich erweisen.

Denn gerade in der heutigen Zeit gilt: Wer sich um andere kümmert, beweist soziales und gesellschaftliches Engagement – und hat dadurch selbst Respekt und Beachtung verdient.

 

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