Wie geht es weiter nach dem Tod?

Mit Personalberatung und Polizeiseelsorge auf der Spur des Abschiednehmens und Sterbens

25.11.2021 | Inhouse-Seminar

„Da unten oder dort oben?“ Wie geht’s weiter nach dem Tod? Diese und zahlreiche weitere Fragen drängen sich auf, wenn man einen nahestehenden Menschen verloren hat, und können spätestens dann nicht mehr beiseitegeschoben werden. Trauer und Verlust gehören zu jeder Biografie. Und so verwundert es nicht, dass beides auch im Verlauf vieler Beratungen zum Thema wird.

 

Endlichkeit des Lebens

Jeweils bis zu zehn Mitarbeitende des Hessischen Polizeipräsidiums für Technik und des Hessischen Landeskriminalamtes widmeten sich Mitte November an zwei Seminartagen Fragestellungen rund um das Thema Abschiednehmen, Sterben und Tod. Die Begrüßung zu Beginn des Tages übernahm HPT-Vizepräsident Michael Stork im Gemeindezentrum St. Andreas. Die Personalberaterin des Präsidiums, Sofia Kehayova-Brunssen, und Polizeiseelsorgerin Sabine Christe-Philippi begleiteten die Mitarbeitenden an beiden Tagen.

Bild mit brennender Kerze, Scherben eines Tellers, abgelaufener Sanduhr.

Wo es einen Verlust zu bewältigen gilt, wird man auf die Endlichkeit des eigenen Lebens gestoßen.
Zurück bleiben die Scherben dessen, was man als Lebenstraum miteinander entwickelt hatte.

 

Perspektivwechsel

Der Seminartag bediente das Bedürfnis nach Information und eröffnete dem Erfahrungsaustausch einen Raum. Den Teilnehmenden erschloss sich, wie wichtig es im Sinne von Prävention und Verarbeitung ist, über Verlusterfahrungen und den Tod zu sprechen. Der Übergang von persönlichen Erfahrungen zur Verarbeitung von Todesfällen im Polizeidienst war häufig fließend; ein angestoßener Perspektivwechsel ermöglichte es, den Umgang mit dem polizeilichen Gegenüber und die Rolle der Polizei mit einem neuen Blick zu sehen.

Die Rückmeldungen aus dem Kreis der Teilnehmenden zeigen unverkennbar: Für dieses wichtige Thema sollte in jedem Jahr aufs Neue Zeit geschaffen werden. Die Verantwortlichen von Personalberatung und Polizeiseelsorge unterstützen das Anliegen und stellen dafür gerne Ressourcen bereit. Wer sich in Trauer befindet, kann sich jederzeit zu einem persönlichen Gespräch an beide Stellen wenden.

Vizepräsident Michael Stork (links) begrüßte die Seminarorganisatorinnen Sabine Christe-Philippi (Bildmitte) und Sofia Kehayova-Brunssen sowie die Teilnehmer am Inhouse-Seminar Wer redet schon gerne übers Sterben und den Tod!???

Vizepräsident Michael Stork (links im Bild) begrüßte die Seminarorganisatorinnen Sabine Christe-Philippi (Bildmitte)
und Sofia Kehayova-Brunssen sowie die Teilnehmer am Inhouse-Seminar
"Wer redet schon gerne übers Sterben und den Tod!???" Let's talk about it!