Frankfurt im Blick

Kooperationspartnerschaft für mehr Rücksicht auf Sehbehinderte und Blinde

13.09.2021 | Frankfurt am Main

Infostand Konstabler Wache
Infostand an der Hauptwache am 08.09.2021

Blinde und Sehbehinderte Menschen zählen unzweifelhaft zu den „schwächeren Verkehrsteilnehmern“. Diese stehen im ständigen Focus der Dienststelle D 630 – Verkehrserziehung und –aufklärung.

Zentrale Frage für die Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, der Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen e.V., das Dialogmuseum Frankfurt und die Verkehrserziehung und -aufklärung des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main war: Wie kann die Mobilität für Menschen mit Handicap im Stadtgebiet sicherer gemacht werden?

Seit Inkrafttreten der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) am 15.Juni 2019 sind die E-Scooter aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

Zurzeit bieten 6 Unternehmen den Leihservice der elektrobetriebenen Fahrzeuge an. Über eine App kann der E-Scooter in wenigen Augenblicken startklar gemacht werden.

Häufig aber werden nach Beendigung der Fahrt die Roller willkürlich abgestellt oder hingeworfen und werden so zum Hindernis.

Gerade Blinde und Sehbehinderte haben in einer Großstadt wie Frankfurt mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. So werden diese Hindernisse schnell zum gefährlichen Parcours.

Die genannten Organisationen informierten am 8. September 2021 an der Hauptwache über die beschriebenen Gefahren und appellierten an die Nutzer von E-Scootern, die Fahrzeuge nach Fahrtende an Orten abzustellen, an denen sie keine Behinderung darstellen.

Ein besonderes Highlight war die Darbietung eines Blinden-Mobilitätstrainers, der Interessierte in die Welt eines Blinden bzw. Sehbehinderten brachte.

Mithilfe einer Simulationsbrille wurde diese Beeinträchtigung erlebbar gemacht.

Durch dieses Erleben könnte sich die Sichtweise und das Verständnis verändern.

Bei den Infoständen wurden die geltenden Coronabestimmungen eingehalten.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gaben in den Gesprächen ein positives Feedback.