Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 

Vier Laster erheblich mit Baumstämmen überladen

Polizei in Mittelhessen kontrolliert mit speziell ausgestattetem Fahrzeug!

 

Aus dem fließenden Verkehr und an Kontrollstellen wurden vom Verkehrsdienst der Polizei in Mittelhessen letzten Donnerstag (11.01.2018) mehrere LKWs mit Langholz angehalten und kontrolliert:

  • Logo des Polizeipräsidiums MittelhessenMarburg, B3, Stadtautobahn 
    54,8t = 37% Überladung
  • Butzbach, A5
    48t = 20% Überladung
  • Herborn
    46t  = 15% Überladung
  • Wölfersheim, A45
    46t  = 15% Überladung

Marburg/Bundesstraße 3:

Den Schwerverkehr nahmen die Beamten des  Regionalen Verkehrsdienstes Marburg - Biedenkopf am Donnerstagvormittag, 11. Januar auf der Stadtautobahn näher in Augenschein stellten dabei diverse Verstöße gegen die Ladungssicherungsvorschriften und gegen das Fahrpersonalrecht fest.

 

Selbst für die Spezialisten war dabei die Kontrolle eines erheblich überladenen Lasters gegen 11.30 Uhr auf dem Parkplatz „Sommerbad“ nicht alltäglich.

Das Ergebnis spricht für sich. Sage und schreibe 54.800 Kilogramm brachte der Sattelzug anstatt der erlaubten 40.000 Kilogramm auf die mobile Waage. Erst nach dem Abladen zahlreicher Baumstämme durfte der Brummi-Fahrer wieder starten. Ihn und den Halter erwarten nun aufgrund der Überladung von 14.800 Kilogramm entsprechende Bußgeldbescheide.

Das Ergebnis zeigt wieder einmal wie wichtig diese Kontrollen sind. Die Folgen einer Vollbremsung in einer Gefahrenlage bei starker Überladung kann man nur erahnen.

Erheblich mit Baumstämmen überladener Laster und das speziell für diese Kontrollen ausgestattete Fahrzeug des Regionalen Verkehrsdienstes.

Foto: Erheblich mit Baumstämmen überladener Laster und das speziell für diese Kontrollen ausgestattete Fahrzeug des Regionalen Verkehrsdienstes.

 

Ein Hinweis in eigener Sache:

Der Regionale Verkehrsdienst setzte bei der Überprüfung ein neues, speziell für diese Kontrollen ausgestattetes Fahrzeug ein. Dadurch sind die Ordnungshüter immer in der Lage, das notwendige Equipment mitzuführen und hochqualifizierte Kontrollen durchzuführen.

So konnte der Holztransporter auf der Radlastwaage an Ort und Stelle einer gerichtsverwertbaren Wägung unterzogen werden.

 

Jürgen Schlick, Pressesprecher


Autobahnen 45 / 5:

Punkte in Flensburg für Fahrer und Halter zweier Sattelzüge gibt es für das Zuviel an Holz, welches Beamte der Autobahnpolizei Mittelhessen am Donnerstag auf ihren zwei Lastern feststellten.

Buchenstämme hatte der 26-jährige Pohlheimer auf dem Sattelzug geladen, mit dem er am Donnerstag, gegen 13.25 Uhr, auf der Autobahn 45 ins Visier der Kontrolleure geriet. Diese ahnten nämlich sofort, dass die Ladung deutlich über dem erlaubten Maß lag. Ihre Erfahrung trübte sie nicht. Die Waage zu der die Polizisten den blauen Sattelzug begleiteten, zeigte 46 statt erlaubter 40 Tonnen an. Mit 15 Prozent Überladung hieß es für den Fahrer daher Abladen. Sowohl er, als auch der Halter müssen nun mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Überladener Holzlaster an der A45 bei Wölfersheim

Foto: Überladener Holzlaster an der A45 bei Wölfersheim

 

Ähnliche Strafen erwarten auch den 44-jährigen Fahrer eines Sattelzuges aus dem Kreis Waldeck-Frankenberg, der bei Butzbach auf der Autobahn 5 gegen 11.35 Uhr am Donnerstag von den Beamten kontrolliert wurde. 20 Prozent Überladung stellen die Kontrolleure hier nach der Wiegung fest. Acht Tonnen Fichtenholz mussten von dem Sattelzug abgeladen werden, bevor die Fahrt weitergehen konnte. Auch in diesem Fall wird der Halter als Verantwortlicher eine entsprechende Strafe erhalten.

Überladener Holzlaster bei der Kontrolle an der A5 in Butzbach

Foto: Überladener Holzlaster bei der Kontrolle an der A5 in Butzbach

 

Die Polizistinnen und Polizisten halten rund um die Uhr die Augen offen, um ordnungswidriges und strafrechtliches Verhalten zu ahnden. Es geht um die Verkehrssicherheit und - wie in diesem Fall – auch um einen fairen Wettbewerb.

 

Sylvia Frech, Pressesprecherin


Herborn:

Mit einem sogenannten Verfallsverfahren ahnden Mitarbeiter des  Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill den Spediteur eines überladenen Holztransportes. Der Lkw fiel den Verkehrsexperten wegen offensichtlicher Überladung am Donnerstag (11.01.2018) bei Herborn auf. Sie lotsten das Gefährt der im Rhein-Sieg-Kreis ansässigen Spedition auf eine Waage. Die Wägung brachte eine Überladung von 15% zutage.

 

Ein Verfallsverfahren wird gegen Speditionen eingeleitet, wenn durch die Fahrt mit Überladung ein erheblicher Wettbewerbsvorteil eintritt. In diesem Fall hätte ein zweites Fahrzeug für den Transport eingesetzt werden müssen. Die durch die Überladung und den Ausfall des zweiten Fahrzeugs eingesparten Kosten werden berechnet und als Strafe erhoben. Auf die Spedition aus dem Rhein-Sieg-Kreis kommt so ein Betrag von rund 1.000 Euro zu.  Ein Bußgeld wegen Überladung läge etwa 475 Euro unter dieser Summe.

 

Guido Rehr, Pressesprecher


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Solche Kontrollmaßnahmen gehören auch zu verkehrssicher-in-mittelhessen.

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