Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 

Achtung Stau – So verhalte ich mich richtig

Logo Autobahn-Nr in Mittelhessen - Polizeistern„Stau und stockender Verkehr auf der A5 zwischen der Anschlussstelle Friedberg und dem Bad Homburger Kreuz“ – so oder so ähnlich tönen Verkehrsmeldungen in regelmäßigen Abständen aus dem Radio. Meldungen die Verkehrsteilnehmern helfen einen Stau zu umfahren, aber auch sich darauf einzustellen, dass es auf der Strecke eine Gefahrenstelle gibt – das Stauende.

           

Wie verhalte ich mich richtig?

Warnblinker einschalten und Abstand halten!

Wer diese beiden Hinweise beachtet, wenn er einen Stau oder stockenden Verkehr vor sich bemerkt, der macht schon einmal vieles richtig. Eine vorausschauende Fahrweise vorausgesetzt, die erst die Möglichkeit eröffnet, Behinderungen auf der Fahrtstrecke wahrzunehmen.
    

Verkehrsbeeinflussungsanlage über der Fahrbahn signalisiert: Stau - Richtgeschwindigkeit 60 km/h
Foto: Verkehrsbeeinflussungsanlage über der Fahrbahn signalisiert: Stau - 60 km/h!

 
Im Detail sollte das Fahrverhalten dann so aussehen:

  • In der Spur bleiben und diese nicht mehr wechseln, auch nicht um noch schnell eine Ausfahrt zu erwischen.
         
  • Warnblinkanlage einschalten.
        
  • Möglichst gleichmäßig abbremsen, wenn es der Abstand zulässt, denn eine plötzliche Vollbremsung kann den nachfolgenden Verkehr in Bedrängnis bringen.
      
  • Als letztes Fahrzeug am Stauende: Sehr viel Abstand zum Vordermann lassen. So kann auf den von hinten kommenden Verkehr geachtet und im Bedarfsfall diesem durch Aufrücken mehr Bremsweg eingeräumt werden.
      
  • Bereits bei stockendem Verkehr: Rettungsgasse bilden.
       
  • Stockt der Verkehr, weil ein Fahrstreifen wegfällt: Reißverschlussverfahren beachten und anderen den Fahrstreifenwechsel ermöglichen.
       

Banner über der Autobahn: Rettungsgasse bilden
Foto: Banner über der Autobahn: Rettungsgasse

Wenn nichts mehr geht

Ist der Verkehr dann vollständig zum Erliegen gekommen, gilt es trotz allem geduldig im eigenen Fahrzeug zu warten. Das Verlassen des Fahrzeuges für einen Plausch mit dem Staunachbarn oder eine Pipipause sind genau so wenig erlaubt, wie ratsam. Auch ein Nickerchen ist keine gute Idee. 

Das hat einen Grund: Zum einen könnte der Verkehr weiter rollen und das eigene Fahrzeug plötzlich zum Hindernis auf der Fahrbahn werden, zum anderen besteht beim Aussteigen die Gefahr, Rettungskräfte beim Einsatz zu behindern oder selbst durch vorbeifahrende Fahrzeuge erfasst zu werden.

Neugierige Stausteher mögen Einsatzkräfte übrigens gar nicht. Die Frage „Wie lange dauert es noch?“ können die Einsatzkräfte meistens nicht beantworten und Gaffer stören nicht nur die Rettungsmaßnahmen, sondern sind auch eine Zumutung für die betroffenen Verkehrsteilnehmer.


Bewahren Sie Geduld

Das Vorbeischummeln über den Standstreifen gefährdet andere, geht meistens auch nicht schneller und kostet ein empfindliches Bußgeld.

Infos, warum es zum Stau kam, gibt es übrigens nicht nur in den Staumeldungen der Radiosender, sondern regelmäßig auch auf Twitter: Twitter


Übrigens:

  • Stauforschern zufolge entstehen die meisten Staus durch eine Überlastung der Strecke, also zu viele Verkehrsteilnehmer die zur gleichen Zeit die gleiche Strecke fahren.
       
  • Das Umfahren des Staus bringt meistens keine Zeitersparnis, außer es besteht eine Vollsperrung.
       
  • Spurwechseln im Stau bringt maximal den Eindruck schneller vorwärts zu kommen, tatsächlich ist dies nicht der Fall, sondern wirkt sich zudem nachteilig auf den Stau aus.
      
  • Eine konstant gleichmäßige Fahrgeschwindigkeit aller Verkehrsteilnehmer könnte Stau verhindern.
      
  • Zu dichtes Auffahren und dadurch ein zu abruptes Abbremsen fördert die Entstehung von Stau.

 

Wir wollen, dass Sie sicher ankommen!

Plakat zu verkehrssicher-in-mittelhessen

 

Solche Empfehlungen gehören natürlich auch zu dem Verkehrspräventionsprogramm:
 verkehrssicher-in-mittelhessen.

Mehr dazu 2 rote Pfeile hier