Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 

LKW-Kontrolle auf der A5

Ladung nicht gesichert und viel zu lange gefahren

LKW-Kontrolle an der Autobahn
  

Autoteile befanden sich auf dem Sattelzug, den die Autobahnpolizei Mittelhessen am Montagmorgen, 13. November 2017, von der Autobahn 5 zog.

Symbolfoto: LKW-Kontrolle an der Autobahn         


Bei der Kontrolle zeigten sich nicht nur diverse technische Mängel, sondern auch schwerwiegende Verstöße des Fahrers gegen die Lenk- und Ruhezeiten.

 


Gegen 10 Uhr wies ein „Bitte Folgen – Please Follow“ der Leuchtschrift eines Polizeifahrzeuges den 44-jährigen LKW-Fahrer aus der Türkei an, der Streife der Polizeiautobahnstation zu folgen. Direkt auf dem Hof der Autobahnpolizeistation nahe der A5 überprüften die Beamten dann die mitgeführten Papiere, werteten die Lenk- und Ruhezeiten aus und nahmen Technik und Ladung des Sattelzuges der türkischen Spedition genau unter die Lupe.

Bereits auf den ersten Blick fiel eine mangelnde Sicherung der Ladung auf, bei der es sich um 14 Tonnen Autoteile handelte, die zwischen Firmen in der Türkei und Deutschland hin und her transportiert wurden. Die Entscheidung der Kontrolleure dazu war eindeutig: Die Ladung musste sicher verstaut und gesichert werden, bevor die Fahrt weiter gehen konnte.

Bei der Neuverladung auf dem Gelände eines Abschleppdienstes kamen dann weitere Probleme zum Vorschein. Der Längsträger des Aufliegers war gebrochen. Eine korrosionsgeschwächte Bremsanlage und gebrochene Bremsbeläge konnten zudem bei der folgenden technischen Überprüfung festgestellt werden.

Ein Blick in den Laderaum des Sattelzuges: ungesicherte Ladung kann aufgrund des gebrochenen Längsträgers nicht mehr gefahrlos transportiert werden.
Blick in den Laderaum des LKW: ungesicherte Ladung und deutlich zu sehen, der gebrochene Längsträger
- siehe Pfeil - zur Vergrößerung bitte 'anklicken'

Die Mängel waren zwar deutlich, aber nicht ausreichend, um das Fahrzeug sofort still zu legen. Der weitere Transport von Ladung jedoch konnte untersagt werden. Die Autoteile mussten also von einem anderen LKW aufgenommen und abtransportiert werden. Der kontrollierte LKW muss zunächst in die Werkstatt, bevor er wieder zum Transport genutzt werden darf.

Doch nicht nur die Fahrzeugmängel und die ungesicherte Ladung gaben für die Beamten Anlass zum tätig werden. Dem Fahrer verpassten sie zunächst einmal eine Ruhezeit. Davon hatte er in letzter Zeit nämlich deutlich zu wenig. Statt der maximal möglichen 10 Stunden Fahrzeit, zeigte das Kontrollgerät im Oktober beispielsweise einmal 15 und einmal 25 Stunden Gesamtfahrzeit an.

Mit über 3000 Euro Strafe für diese Verstöße muss der Fahrer nun rechnen. Seinen Fahrzeughalter erwartet die dreifache Strafe.

Es bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen und die Strafe ein Denkzettel für den Fahrer und die Spedition sind. Die Kollegen der Polizeiautobahnstation Mittelhessen jedenfalls bleiben dran. Täglich kontrollieren sie vom Zweirad bis zum Schwertransport alles, was über die Autobahnen Mittelhessens fährt und ziehen - soweit rechtlich möglich - aus dem Verkehr, was eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen könnte.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

Plakat verkehrssicher-in-mittelhessenDer Artikel auf Facebook: Facebook

 


Solche Kontrollmaßnahmen gehören auch zu verkehrssicher-in-mittelhessen.

Mehr zu diesem Verkehrspräventionsprogramm  2 rote Pfeile hier