Keine Chance für neugierige Blicke –

Polizeipräsidium Mittelhessen stellt mobile Sichtschutzwand vor

Am Freitagvormittag begrüßte der mittelhessische Polizeipräsident Bernd Paul Vertreterinnen und Vertreter der Medien zur Vorstellung der neu beschafften, mobilen Sichtschutzwand.

Vor interessierten Gästen, die der Einladung der Behörde gefolgt waren, skizzierte Herr Paul die Gründe, aufgrund derer man sich zu einer, innerhalb deutscher Polizeibehörden bislang einzigartigen, Investition entschieden hatte.

Da man im Kontext - insbesondere schwerwiegenderer – Verkehrsunfälle eine stete Zunahme vermeidbarer Beeinträchtigungen, allen voran durch Schaulustige verursacht, feststellen müsse, war hier ein Handeln angezeigt. Diese seien unter anderem Staus im Bereich einsehbarer Unfallstellen, auch auf der Gegenfahrbahn, langsam fahrende oder gar haltende Fahrzeuge, aus welchen mittels Smartphone zum Teil sogar Bild- und Tonaufnahmen gefertigt würden oder aber Folge-Unfälle an Stauenden.

Konstantin Becker, Leiter Einsatz und Organisation der  mittelhessischen Autobahnpolizei und maßgeblich für die Umsetzung verantwortlich, knüpfte mit spannenden Einblicken in Funktionsweise, Einsatzmöglichkeiten und –grenzen sowie technischen Daten an.

Zum Abschluss konnte man sich auf Seiten der Journalisten selbst vom Einsatzwert des - durch den Hersteller als „Gafferwand“ vertriebenen – mobilen Sichtschutzes überzeugen. Kolleginnen und Kollegen der mittelhessischen Polizeiautobahnstation demonstrierten live vor Ort, wie unproblematisch und schnell dieser sich auf- und abbauen lasse.

Polizeipräsident Bernd Paul (Mitte) mit dem Leiter der Autobahnpolizei, Erster Polizeihauptkommissar Thorsten Haas (links) und dem Leiter der Direktion Verkehr und Sonderdienste, Polizeioberrat Gerhard Keller (rechts) bei der Vorstellung der mobilen Sichtschutzwand
Foto: Polizeipräsident Bernd Paul (Mitte) mit dem Leiter der Autobahnpolizei, Erster Polizeihauptkommissar Thorsten Haas (links) und dem Leiter der Direktion Verkehr und Sonderdienste, Polizeioberrat Gerhard Keller (rechts) bei der Vorstellung der mobilen Sichtschutzwand

Durch seine abschließenden Worte hatte der Polizeipräsident nachdenklich gestimmt:

Persönlich hoffe ich, dass der Einsatz der mobilen Sichtschutzwand des Polizeipräsidiums Mittelhessen niemals erforderlich sein wird. Mit Blick zurück auf die vergangenen Jahre befürchte ich jedoch, dass sich dieser nur schwerlich vermeiden lässt. Lassen Sie mich daran erinnern: Ein Jeder von uns – ein jeder, der sich hinter das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzt, hat darauf Einfluss. Es liegt also in unserer aller Verantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass der Tag des erstmaligen Einsatzes in noch weiter Ferne liegen wird,“ so Bernd Paul.

Die 30,5 m lange, 2,10 m hohe und mittels GFK-Rohren verstärkte Konstruktion besteht aus einem Tragskelett aus Nylon, welches auf einer Plane aus hochfestem PVC-Gewebe befestigt ist. Innerhalb des Tragskeletts werden luftdurchlässige Sichtschutzflächen angebracht. Der Aufbau weist transluzente Eigenschaften auf, leuchtet also, sobald Licht darauf trifft. Der Aufbau des etwa 45 kg schweren Einsatzmittels erfolgt innerhalb weniger Minuten via elektrisch- oder mit Kraftstoff betriebenem Gebläse.

30,5 m lange, 2,10 m hohe Sichtschutzwand

Die mobile Sichtschutzwand steht der mittelhessischen Polizeiautobahnstation ab sofort zum Einsatz bereit.

Tobias Kremp, Pressesprecher