Polizeifahrzeuge vor dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main
 
08.11.2019 | Polizeipräsidium Frankfurt am Main

„Verkehrsprävention goes Magenta“

ein etwas anderer Tag bei der Deutschen Telekom GmbH

#UFFBASSE

Verkehrsprävention goes Magenta

Im Rahmen eines „Gesundheitstages“ ihres Arbeitgebers bekamen 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausbildungszentrum der Deutschen Telekom in Frankfurt am Main bereits am 16.10.2019die Gelegenheit, sich mit passgenauen Informationen und Anregungen für das eigene Verkehrsverhalten im Alltag des Straßenverkehrs zu versorgen. Im Mittelpunkt des Konzerns standen die Unfallvorsorge und Gesunderhaltung der eigenen Angestellten. Entsprechend den Präventionsstandards der hessischen Polizei orientierten sich die polizeilichen Themenschwerpunkte „Ablenkung im Straßenverkehr“, „Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf die Verkehrstauglichkeit“ und „Erkennbarkeit bei Dämmerung und Dunkelheit“ an den Hauptunfallursachen, der Risikogruppe der „Jungen Fahrer“, sowie den der Jahreszeit angemessenen Rahmenbedingungen im Straßenverkehr.

„Ablenkung im Straßenverkehr“ zählt nach Expertenmeinungen mittlerweile zu den Hauptverkehrsunfallursachen und neben „Geschwindigkeit“, „Alkohol“ und „Gurt“ zu den „Killern im Straßenverkehr“ [Christian Kellner; „Ablenkung im Straßenverkehr – pädagogische Aspekte“ aus: Veröffentlichung zum 55. Deutschen Verkehrsgerichtstag, Luchterhandverlag 2017, S. 37].
An dem Informationsstand wurden die AktionsteilnehmerInnen daher zunächst darum gebeten, auf einer Aktionswand anonymisiert festzuhalten, wie sich das eigene Nutzungsverhalten bei der Verwendung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr konkret darstellt. Erwartungsgemäß waren dabei von der „regelmäßigen Nutzung aller gängigen sozialen Netzwerke“ bis „geht gar nicht“ alle denkbaren Antworten vertreten.

In der Folge wurden die BesucherInnen mit einem Filmbeitrag (  Artikel auf externer Seite N-joy | NDR ) des NDR konfrontiert, der deutlich machte, wie risikobehaftet bereits der kurze Blick aufs Handy im Straßenverkehr ist. In einem eng gesteckten Fahrgeschicklichkeitsparcours hatten junge AutofahrerInnen die Aufgabe eine Teststrecke mal mit und mal ohne Benutzung des Smartphones zu durchfahren. Dieser kurze Film benötigt keinerlei Kommentare, sondern zeigt deutlich, dass die Benutzung technischer Geräte während der Fahrt unmittelbar negative Folgen auf die individuellen Fahrfähigkeiten nimmt.

Der Altersgruppe der TestfahrerInnen entsprechend, registrierten auch die TeilnehmerInnen des Telekom-Gesundheitstages sehr authentisch, dass die „Multitasking-Fähigkeiten“ in kritischen Situationen des Straßenverkehrs sehr schnell ausgereizt sind – Anlass genug, die anfangs erfassten Einstellungen zur Handy-Nutzung im Straßenverkehr zu überdenken.

Fahrradsimulator-ACE

Die „Auswirkungen von Alkohol und Drogen auf die Verkehrstauglichkeit“ werden bei vielen Verkehrsteilnehmern, insbesondere auch „jungen Fahrern“ häufig unterschätzt.

Blick-durch-die-Rauschbrille

Am Beispiel eines „Rauschbrillen-Parcours“, auf dem verschiedene alltagstypische Hindernisse (mitunter ein Fahrrad, ein spielendes Kind, ein Fußball usw.) aufgebracht waren, erhielten die VeranstaltungsbesucherInnen die Gelegenheit, unter Unterstützung eines Mitarbeiters des Stabsbereiches Prävention, typische Wahrnehmungsdefizite im geschützten Raum einmal „live zu erleben“. Dies stellte sich unter Einsatz von Rausch- oder Drogenbrille nicht immer einfach dar, da sich das Sichtfeld, entsprechend einer Rauschmitteleinnahme oder der Einwirkung von Alkohol, verändert. Das sich Alkohol- und Drogeneinfluss auch auf die Reaktionsfähigkeit auswirken, zeigte sich am Fahrradsimulator des ACE. Auf einem Fahrrad sitzend wurden den BesucherInnen verschiedene Videosequenzen im Straßenverkehr vorgespielt, auf die der Teilnehmer im Zweifelsfall mit einer Gefahrenbremsung reagieren musste. Hierbei wurde die Reaktionszeit gemessen. Die BesucherInnen konnten dabei testen, wie sich ihr Reaktionsvermögen durch das Aufsetzen einer Rauschbrille veränderte und wieviel schwerer es war, z.B. einen Zusammenstoß mit plötzliche querenden Fahrzeugen oder auf die Straße laufenden Kindern zu verhindern.

Erkennbarkeit-vierbeiniger-Freund

„Tipps zur Verkehrsunfallvermeidung in der dunklen Jahreszeit“ rundeten den Verkehrspräventionsstand ab - hierbei lag der Schwerpunkt der polizeilichen Beratung auf der besseren Sichtbarkeit von Fußgängern und Radfahrern.

Erkennbarkeit

Die Ausstellung einer bekleideten Menschenpuppe unter Verwendung diverser reflektierender Accessoires gab Hinweise, wie man die eigene Erkennbarkeit optimieren kann, ohne mit dem eigenen modischen Stil zu brechen. Auch dieser kleine „Farbwechsel“ wurde von den MitarbeiterInnen der Deutschen Telekom AG gut angenommen.

Standbesetzung-Polizei-und-ACE

„Nachhaltige Präventionsarbeit ist vor allem auch das Ergebnis guter Kommunikation“ – zu diesem Ergebnis kamen am Ende des Tages sowohl die Standmitarbeiter, als auch die „Profis der Kommunikation“ am Standort der Deutschen Telekom. Allen Beteiligten stellte sich die gut organisierte Veranstaltung, aufgrund des gewinnbringenden Informationsaustauschs als geeignete Präventionsmaßnahme in puncto Verkehrsunfallvermeidung dar. Es bleibt zu hoffen, dass die gewonnenen Erkenntnisse und Vorsätze zukünftig bewusster umgesetzt werden.

Verkehrsprävention goes Magenta