Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
29.10.2018

25 Jahre Sicherheitsberater für Senioren im Wetteraukreis - Ein Grund zum Feiern

Seit nun mehr 25 Jahren beraten Senioren ihresgleichen im Wetteraukreis.

Sie richten Infostände auf Veranstaltungen ein, halten Vorträge und regelmäßige Treffen ab. Dabei beraten die Damen und Herren andere Senioren zu bekannten und aktuellen Kriminaltitätsphänomenen. Ziel ist es, mit dieser Aufklärungsarbeit zu vermeiden, dass Senioren Opfer von Straftaten werden.
  

Banner der Sicherheitsberater für Senioren im Wetteraukreis

Link zum Präventionsprojekt  Sicherheitsberater für Senioren - "SfS"

Ein Vierteljahrhundert bedeutet Konstanz - ein Anlass zum Feiern!

Daher lud der Seniorenbeirat des Wetteraukreises am 17. Oktober in den Plenarsaal im Kreishaus der Stadt Friedberg ein.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Frau Renate Klingelhöfer, konnte gut 60 Personen zu dieser Feierstunde begrüßen. Sie unterstrich die Aufgabe des Seniorenbeirats als Sprachrohr für ältere Menschen und lobte die Idee der mittlerweile fest etablierten Seniorenberater.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Frau Renate Klingelhöfer, konnte gut 60 Personen begrüßen 
Foto: Begrüßung durch die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Frau Renate Klingelhöfer

Neben Grußworten von Kornelia Schäfer vom Kreispräventionsrat und der ersten Kreisbeigeordneten Stephanie Becker-Bösch gratulierte auch Landrat Jan Weckler der Initiative, die 1995 mit dem Bundespräventionspreis ausgezeichnet wurde.

Dabei unterstrich er, dass es eine gesellschaftliche Aufgabe sei, eine Isolation Einzelner zu vermeiden. Dazu trage die Initiative der Seniorenberater wesentlich bei. Denn über den präventiven Charakter hinaus, dienten die Treffen auch dem gegenseitigen Kennenlernen und Vernetzen.

Auf das Motto der Seniorenberater „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ bezog sich Prof. Dr. Helmut Fünfsinn, Vorsitzender des Landespräventionsrates und Generalstaatsanwalt in Hessen. Er verwies auf die Vorreiterrolle des Projekts in Hessen, Deutschland und mittlerweile europaweit.

Gruppenbild Sicherheitsberater für Senioren in der Wetterau
Gruppenbild Sicherheitsberater für Senioren in der Wetterau

Dass die Initiative sich großen Interesses auch andernorts erfreut und Nachahmer gefunden hat, bewiesen auch die Abgesandten ebensolcher Engagements aus Erfurt und Mühlhausen. Bei einem Treppenhausgespräch im Kreishaus Friedberg sei damals die Idee zum Projekt entstanden erklärte Polizeidirektor a.D. Gerhard Anhäusser in seinem Vortrag zur Historie der Initiative. Senioren hätten mehr Freiheit für selbstgewählte Aufgaben. Ihre Erfahrung und die Authentizität des Erzählens sorgten für eine hohe Akzeptanz bei ihrem Einsatz als Multiplikatoren. Mit ihren Berichten würden sie häufig viel ernster genommen, als die Warnungen und Hinweise von eigenen Kindern. 

Bild der Postkarte - Vorsicht AbzockeGert Breukel, selbst langjähriger Seniorenberater, gewährte einen Ausblick in die Zukunft. Er betonte, dass man bei dem bewährten Konzept aus Vorträgen und Treffen bleiben werde. Neben den Sensibilisierungsveranstaltungen bei Banken zum  Thema Enkeltrick oder  Falsche Polizeibeamte wolle man ebenfalls die Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer und der Bekanntmachung der  F.E.I.N.-Codierung erweitern. Diese könne ja letztlich nicht nur an Fahrrädern angebracht, sondern auch auf Werkzeugen und allen möglichen anderen Dingen ihren Platz finden.

 

Er richtete einen Appell an die Senioren: "Macht mit!"

Damit lud er auch ausdrücklich Menschen mit Migrationshintergrund ein, sich als Seniorenberater zu engagieren. Denn der Zugang zu diesem Teil der Bevölkerung gestalte sich noch immer schwierig.

Impressionen zum 25-jährigen Jubiläum der Sicherheitsberater für Senioren im Wetteraukreis - Polizeivizepräsident Peter KreuterAuch Polizeivizepräsident Peter Kreuter des  Polizeipräsidiums Mittelhessen ließ es sich nicht nehmen, den Seniorenberatern zur Silberhochzeit zu gratulieren.

Foto rechts: Polizeivizepräsident Peter Kreuter

Dass das ehrenamtliche Engagement geistig rege und jung halte, könne man an den Anwesenden feststellen. Er unterstrich die Wichtigkeit des Erfolgsprojekts in der Wetterau und verwies auf den Erfolg einer jeden verhinderten Tat, die diese Frauen und Männer mit ihrer Aufklärung vermieden.

Gruppenfoto v. l.: Jürgen Sill (Aktion MAX), Polizeivizepräsident Peter Kreuter, Kornelia Schäfer (Kreisstelle Präventionsrat), Thorsten Haas (Leiter Polizeistation Butzbach), Kirsten Schäfer (Opferschutzbeauftragte Polizeidirektion Wetterau), Ralph-Dieter Brede (Leiter Polizeidirektion Wetterau), Sylvia Jacob (Kriminalpolizeiliche Beraterin Wetterau), Jürgen Werner (Leiter Polizeistation Bad Vilbel), Jan Weckler (Landrat Wetteraukreis), Christoph Stark (Leiter Polizeistation Büdingen)
Gruppenfoto v. l.: Jürgen Sill (Aktion MAX), Polizeivizepräsident Peter Kreuter, Kornelia Schäfer (Kreisstelle Präventionsrat), Thorsten Haas (Leiter Polizeistation Butzbach), Kirsten Schäfer (Opferschutzbeauftragte Polizeidirektion Wetterau), Ralph-Dieter Brede (Leiter Polizeidirektion Wetterau), Sylvia Jacob (Kriminalpolizeiliche Beraterin Wetterau), Jürgen Werner (Leiter Polizeistation Bad Vilbel), Jan Weckler (Landrat Wetteraukreis), Christoph Stark (Leiter Polizeistation Büdingen)

Die Glaubhaftigkeit sei ein großes Kapital der Seniorenberater. Damit erreichten sie die Menschen. Sie machten sie damit fit, gegen die organisierten Strukturen im Bereich Enkeltrick und anderer  Betrugsdelikte zum Nachteil älterer Menschen anzugehen. Das verdiene große Anerkennung. Kreuter betonte allerdings auch, dass Hessen ein sicheres Land sei. Der Eindruck, der durch viele Negativschlagzeilen aus den Medien entstehe, spiegele nicht die reale Situation wider. Diesem Zerrbild stünden die Zahlen aus der  Polizeilichen Kriminalstatistik entgegen. Sie belegen u.a. eine Rekordaufklärungsquote. Die Polizei sei gut aufgestellt und für ihre Bürgerinnen und Bürger da.

Jürgen Sill vom  Regionalen Verkehrsdienst Wetterau informierte über die  Aktion MAX und lud zu einem Gruppenfoto an seinen Stand.

Sicherheitsberater*innen aus der Wetterau mit Jürgen Sill am MAX-Stand
Gruppenfoto: Sicherheitsberater*innen aus der Wetterau mit Jürgen Sill am MAX-Stand

Zwei Violinisten der Musikschule Bad Nauheim und Friedberg, Norman Rietz und Antonia Schenk, untermalten die Veranstaltung mit Darbietungen von Johann Sebastian Bach, Henrik Poisel und Carlos Kadel und unterstrichen damit den feierlichen Charakter.

Weitere Bilder:

Eine insgesamt sehr gute Veranstaltung, die hoffentlich auch dazu führt, dass sich noch mehr Senioren als Berater engagieren.

Logo der Sicherheitsberater für Senioren im Wetteraukreis

   

Kontaktmöglichkeiten SfS:

Die Sicherheitsberater für Senioren gehören als Arbeitskreis dem Seniorenbeirat des Wetteraukreises an.

Ansprechpartner ist Herr Breukel, Tel. 0171-284 91 72.

 

 

Corina Weisbrod, Pressesprecherin

Logo: Polizei-Beratung 

Hier erhalten Sie Infos und Tipps von den
Ansprechpartnern für Prävention im Polizeipräsidium Mittelhessen

Aktuelle Informationen über polizeiliche Kriminalprävention für Senioren
erhalten Sie im Internet unter:

Schriftzug: www.polizei-beratung.de