Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
06.11.2017

Maleck heißt der vierbeinige Zuwachs - gemeinsam mit Jens ist er nun auf Streife

Teil 3 der Serie: H U N D E F Ü H R E R

Noch darf Maleck nur mitfahren, um sich an den Arbeitsrhythmus, seine Umgebung und natürlich auch an sein Herrchen zu gewöhnen. Doch es ist endlich soweit: Jens hat seinen vierbeinigen Kollegen in Empfang genommen.

 

Diensthund Maleck und Hundeführer Jens in praxisnaher Ausbildung

Eineinhalb Jahre ist der Malinois-Schäferhund-Mix, der ab sofort bei unserem Hundeführernachwuchs Jens und seiner Familie wohnt. Die ersten gemeinsamen Tage liegen inzwischen hinter den beiden und es ist gut gelaufen.

Auf Probe

Maleck hat sich gut in seiner neuen Familie eingewöhnt. Er ist noch sehr verspielt, hört aber bereits auf einige Grundbegriffe aus dem Bereich der Unterordnung. "Sitz", "Platz" und sogar das „Aus“ klappen bei ihm schon recht gut. Beste Voraussetzungen also, dass Maleck tatsächlich zum Diensthund ausgebildet wird. Noch ist er quasi auf Probe bei der Polizei eingestellt, sollten sich in den ersten Wochen Schwierigkeiten ergeben, dann käme eine abschließende Übernahme des Hundes nämlich nicht in Betracht.

Aber es läuft gut. Stubenrein und pflegeleicht beschreibt Jens seinen Kollegen. Sogar mit anderen Hunden und Katzen gibt es keine Probleme. Und für Außenstehende ist beim Anblick von Jens und Maleck sofort klar: Die beiden sind schon jetzt ein tolles Team!

Diensthund Maleck und Hundeführer Jens sind ein tolles Team

Malecks Auswahl

Diensthund kann übrigens nicht jeder werden. Die Hunde werden einer genauen Auswahl unterzogen. Sie dürfen nicht schreckhaft oder gar ängstlich sein, müssen auf verschiedensten Untergründen sicher laufen, Treppen steigen und müssen sich auch im Dunkeln sicher orientieren können. Bei den vorgestellten Hunden  wird zudem überprüft, wie sie sich verhalten, wenn ein Angreifer auf sie losgeht. Hunde die hier den Rückwärtsgang einlegen, bestehen den Test nicht, schließlich müssen sie bei der Polizei später im Ernstfall Frauchen oder Herrchen und die dazugehörigen Kollegen unterstützen.

Maleck heißt der Malinois-Schäferhund-MixSind all diese Tests bestanden, dann wird die Gesundheit des Hundes komplett unter die Lupe genommen, Blutbild und Röntgen gehören dazu. Werden auch hierbei keine Einschränkungen festgestellt, dann darf der Hund seine vierwöchige Probezeit antreten, nach deren erfolgreichem Ende der Hund dann vom Land Hessen angekauft wird.

Maleck hat übrigens nicht nur diese Tests bestanden, sondern sogar noch einen weiteren. Er weist einen hohen Spiel- und Beutetrieb auf, weshalb er später sogar als Spürhund ausgebildet werden könnte.

Wie geht´s weiter?

Eingesetzt werden darf Maleck noch nicht. Noch befinden sich Hund und Herrchen in einer Gewöhnungsphase. Anfang des nächsten Jahres steht dann die Grundausbildung bei der Außenstelle der Polizeiakademie Hessen in Mühlheim für die beiden an. Mehrere Wochen lernen sie dann alles, was sie im Einsatz wissen und können müssen. Denn eines darf nicht vergessen gehen: Ein Diensthund stellt ein sogenanntes „Hilfsmittel der körperlichen Gewalt“ da. Wird der Diensthund geschickt, kann dies beim Täter zu erheblichen Verletzungen führen. Dafür gilt es Sicherheit in Sachen Theorie und Praxis zu erwerben.

Wir bleiben dran und werden weiter von der Ausbildung von Maleck und Jens berichten.

Weitere Bilder:

... Und wir haben noch einen neuen Kollegen vorzustellen… dazu bald mehr an dieser Stelle.

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Sylvia Frech, Pressesprecherin


Hundeführerausbildung bei der Polizeidiensthundestaffel Wetterau

Teil 1 der Serie - Wie wird man eigentlich Hundeführer?