Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
09.08.2018

Damals und heute – Die „weißen Mäuse“ zu Besuch im Polizeizentrum

 

Neubau Polizeidienstgebäude in Butzbach, Roter Lohweg 29   

Gähnende Leere herrscht heute in den Räumlichkeiten des ehemaligen Dienstgebäudes der Polizeiautobahnstation in der Schorbachstaße in Butzbach.

Doch nur einen Steinwurf weiter steht im Roter Lohweg heute das neue Dienstgebäude.

Foto links: Neubau Polizeizentrum in Butzbach


Im Hof aber nicht mehr der Opel Rekord, sondern vorwiegend der BMW als Streifenwagen.  Lange liegt der letzte Dienst der ehemaligen Polizeibeamten bei der Verkehrsbereitschaft und der Polizeiautobahnstation zurück. Das Interesse an der Arbeit der heutigen Kollegen auf der Bahn ist ihnen jedoch geblieben.
   

Ehemalige zu Besuch v. l. n. r.: Frau Langer, Werner Lhotta, Erhard Gabi, Wolfgang Weiß, Frau Lhotta, Leiter der Autobahnpolizei Mittelhessen Gerold Reitz, Herwig Langer, Egon Weiler, Karl-Heinz Hölzel, Dieter Krauß, Heinrich Neumann, Dietmar Reichel und Fritzkarl Dannwolf
Ehemalige zu Besuch v. l.: Frau Langer, Werner Lhotta, Erhard Gabi, Wolfgang Weiß, Frau Lhotta, Leiter der Autobahnpolizei Mittelhessen Gerold Reitz, Herwig Langer, Egon Weiler, Karl-Heinz Hölzel, Dieter Krauß, Heinrich Neumann, Dietmar Reichel und Fritzkarl Dannwolf
  

Neun ehemalige Kollegen ließen es sich dieser Tage nicht nehmen, der Einladung des Leiters der  Autobahnpolizei Mittelhessen, Gerold Reitz, zu folgen und sich das neue Polizeizentrum in Butzbach genau anzuschauen. Nicht nur die hellen und Platz bietenden Räumlichkeiten beeindruckten die Ehemaligen, vor allem die technischen Neuerungen und Fortschritte ließen sie sich ganz genau erklären. Die Ausstattung der Dienstfahrzeuge, die Messgeräte der Verkehrsüberwachung, die Einsatzmöglichkeiten der Drohne – vieles hat sich seit dem Dienstende der ehemaligen Kollegen weiterentwickelt.
  

Polizeihauptkommisssar Kaps (Dienstgruppenleiter, rechts) stellt den Pensionären den neuen Wachbereich vor
Foto: Polizeihauptkommisssar Bodo-Armin Kaps (Dienstgruppenleiter, rechts) stellt den Pensionären den neuen Wachbereich vor


Der mit 85 Jahren älteste Besucher kann sich noch gut an seinen Dienstantritt 1957 erinnern. Nicht vergessen sind die beengten räumlichen Verhältnisse in dem nunmehr leer stehenden alten Dienstgebäude aus dem Jahre 1954, das einmal 114 Bedienstete beherbergte.
 

Historische Aufnahme von der Einweihung der damaligen „Polizeiverkehrsbereitschaft Butzbach“ am 25.07.1955
Archiv-Foto: Historische Aufnahme von der Einweihung der damaligen „Polizeiverkehrsbereitschaft Butzbach“ am 25.07.1955
  

Streifenfahrzeug war damals der VW Käfer (nicht immer mit Funk), später der Opel Rekord. Der Zuständigkeitsbereich beschränkte sich nicht nur auf die Autobahn. Schwertransporte und Gefangenentransporte aus dem Umland waren fast an der Tagesordnung. Technische Kontrollen mit schweren Waagen zur Gewichtskontrolle der Fahrzeuge gingen bis an die bayrische Grenze, Schlitz und Herborn, das Radargerät war auch in den Landkreisen sehr gefragt. Die Jugendverkehrsschule der Verkehrsbereitschaft kam in alle umliegenden Landkreisen zum Einsatz und eine Motorradstaffel gab es auch nur hier.
   

Kradstaffel: vorne rechts Heinrich Neumann; beim Besuch der Polizeiautobahnstation mit 85 Jahren ältester Pensionär - Quelle: Foto privat - Dietmar Reichel
 Kradstaffel: vorne rechts der heutige 85-jährige Pensionär Heinrich Neumann  (Foto privat - Dietmar Reichel)
   

 „Weiße Mäuse“ nannte die Bevölkerung damals gerne ihre Autobahnpolizisten, weil sie zu besonderen Anlässen ihre weißen Jacken und Mützen trugen (siehe Foto). Das Weiß zu besonderen Anlässen gibt es heute nur noch in Form des weißen Hemdes, ansonsten dominiert Blau heute die Uniform der Autobahnpolizisten.
  

„Weiße Mäuse“ nannte die Bevölkerung damals gerne ihre Autobahnpolizisten, die zu besonderen Anlässen weiße Jacken und Mützen trugen - Quelle: Foto privat - Dietmar Reichel
Foto: „Weiße Mäuse“ nannte die Bevölkerung damals ihre Autobahnpolizisten  (Foto privat - Dietmar Reichel)

 

Der Blick zurück – nicht nur für die Ehemaligen ein besonderer Moment – auch für die heutigen Kolleginnen und Kollegen immer wieder wertvoll, um sich die polizeiliche Entwicklung klar zu machen.

 

Sylvia Frech, Pressesprecherin