Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
09.02.2018

Spaß bei der Arbeit – von Rechtschreibfehlern und Wortliebhabern

 

„Wer schreibt, der bleibt!“ unsere PressesprecherInnen vor allem durch ihre täglichen Meldungen.

Hundertfach gelesen, durch Redaktionshände wandernd, mal auf dem Smartphone überflogen, mal für die Zeitung gedruckt – unsere Meldungen kommen weit rum. Und dabei nicht nur sie, sondern auch die kleinen und großen Rechtschreibfehler, die darin enthalten sind.

Fleißige Leser, Liebhaber der Wortvielfalt, Freunde der neuen Rechtschreibung und Verfechter der deutschen Grammatik finden sich unter den Lesern.

Mal kritisch, mal nett gemeint, mal überraschend lustig werden wir von ihnen auf die Fehler aufmerksam gemacht, die Mal in der Eile der Zeit, durch die Rechtschreibkorrektur oder eine Unaufmerksamkeit entstanden sind. Eine besondere Rechtschreibfreundschaft hat sich dabei zwischen einem aufmerksamen Leser der Pressemeldungen und unserer Pressesprecherin entwickelt. An den kreativen Rückmeldungen von  „dem, der die tägliche Pressemitteilung immer interessant und manchmal auch recht lustig findet“ möchten wir Ihnen hier gerne einmal teilhaben lassen.

 

Pressemeldung - Neues aus der Wetterau

 

Der Passat – oder Passant?!

Zu einem Betrüger gab es in der Pressemeldung folgenden Hinweis: “Der Dieb soll mit einem blauen PKW Kombi unterwegs gewesen sein. Möglicherweise handelte es sich um einen Passant, an dem nicht näher bekannte bulgarische Kennzeichen angebracht waren.”

Prompt kam dazu die Rückmeldung: „Machen Sie mich bitte schlau. Ist das in Bulgarien üblich, dass an Personen Kennzeichen angebracht sind und, falls das auch in Deutschland eingeführt wird, wo und wie müssen diese angebracht werden? Bei meiner Figur würde sich für ein größeres Kennzeichen ja eher der Bauch anbieten, da ist einfach mehr Platz. Zur besseren Lesbarkeit müsste ich mich dann aber immer etwas drehen. Außerdem bräuchte ich dann neue Kleidung mit durchsichtigen Fenstern vor dem Gourmettempel. Da stellt sich die Frage, ob ich dafür einen Zuschuss beantragen kann und falls ja, wo?“

Die Backen – oder Baken

Nach einem Sturm stand zu dessen Auswirkungen in den Pressemeldungen: „In einigen Fällen legten die Bürgerinnen und Bürger selbst Hand an und stellten beispielsweise umgefallene Warnbacken wieder auf.“

Als netter Hinweis kam: „Streichen Sie bitte die “Warnbacken” in RAL 3026 und ersetzen sie durch Warnbaken. Sieht besser aus und hat auch nix Anrüchiges mehr.“

Die Feinwaagen oder Feines wagen

Um Drogen ging es in dieser Meldung: „Bei den Durchsuchungen konnten zum Verteilen und Gebrauch von Drogen übliche Utensilien, wie Feinwagen, aufgefunden werden.“

Das Korrektiv meinte: „Ihre Kollegen haben sicherlich FEINWAAGEN gefunden, oder wollten sie wirklich was Feines wagen?“

Wenn das Verkehrssicherheitstraining bei der Wortfindung hilft

Um Wildunfälle ging es in dieser Meldung: „Die Polizei rät langsam und vorsichtig zu fahren, um die Tiere rechtzeitig zu erkennen und reagieren zu können. Besonders in Feld- und Waldreichen Regionen der Wetterau müssen Verkehrsteilnehmer jederzeit mit Wildtieren auf der Fahrbahn rechnen.“

Die selbsternannte Nervensäge meinte dazu: „Dass es in Ihrem Dienstbereich große Regionen mit Wald und viele Felder gibt, ist zwar richtig. Nichtsdestotrotz muss es feld- und waldreich heißen, da es sich hier um Adjektive handelt. Allerdings haben Sie mich diesmal fast ins Schleudern gebracht. Dank eines Verkehrssicherheitstrainings und meinem Freund Konrad (der mit dem Wörterbuch, nicht der mit den Gänsen!) konnte ich mich aber aus meiner misslichen Lage befreien  “

Die Wetterau-Rundfahrt

Viele Orte und Straßennamen braucht es natürlich täglich, um den Ort des Geschehens in den Pressemeldungen zu beschreiben. Auch dabei schleichen sich verschiedenste Fehlerchen ein, die der aufmerksame Leser natürlich findet:

„Noch einen in Geographie: Was haben Sie eigentlich gegen Weckesheim?“, fragte er, nachdem es in einer Meldung zu Weckseheim und in der nächsten zu Weckersheim wurde. „Hier handelt es sich mit Sicherheit um Weckesheim. Ich bin bereits öfter durch den Ort gefahren, geklingelt hat's noch nie.“

Was noch aussteht: Der Selbsternannte Nörgler hat zur Wetterau-Rundfahrt eingeladen, um die richtigen Ortsnamen einzuprägen. Die Planungen laufen und richten sich natürlich nach den nächsten falsch geschriebenen Ortsnamen. Wer uns neben Weckesheim, „Stamm, „Stade“, „Mugschd“ und „Roggau“ noch andere Wetterauer Orte vorschlagen möchte, der darf die Chance gerne nutzen :-)

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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