Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
19.12.2017

Polizistenmord in Herborn

Verein „Hilfe für Helfer e.V - Frankfurt“ übergibt Spenden


Als am Heiligen Abend 2015 der Polizeibeamte Christoph Rehm von der Herborner Polizeistation bei einem Einsatz erstochen wurde, war sein jüngster Sohn Henry acht Monate alt.

 

Auf den Fingern des Täters, der nach einer Fahrscheinkontrolle ohne Vorwarnung auf die herbeigerufenen Beamten eingestochen hatte, waren die Buchstaben ACAB eintätowiert: „All Cops Are Bastards.“ Zum Zeitpunkt der Tat stand er wegen anderer Gewaltdelikte unter Bewährung. Er wurde ein Jahr nach der Tat zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht erkannte auf die besondere Schwere der Schuld.

Das war zwar gerecht, aber helfen tut es dem kleinen Henry nicht.
    

Henry vor dem Porträtfoto seines getöteten Vaters
Foto: Der nun fast dreijährige Henry vor dem Porträtfoto seines getöteten Vaters,
das im Besprechungsraum der Herborner Polizeistation an das tragische Geschehen erinnert.


Ehe die Tat sich zum zweiten Mal jährte, übergab am 9. November 2017 Hildegard Becker-Toussaint, Leitende Oberstaatsanwältin bei der Generalstaatsanwaltschaft a. D., der Mutter des Jungen einen Scheck über einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Die Vorsitzende des Vereins „Hilfe für Helfer“ sagte, Geld könne den Schicksalsschlag nicht rückgängig machen, es sei aber der sichtbare Ausdruck der Hilfsbereitschaft und der Anerkennung der polizeilichen Arbeit, die unsere Rechtsordnung aufrecht erhalte.
   

v.l.: Henry mit Karl-Heinz Reinstädt, Verein Hilfe für Helfer e. V. und Präsident des Technikpräsidiums der hessischen Polizei, Hildegard Becker-Toussaint, Vorsitzende von „Hilfe für Helfer e.V.“, der mittelhessische Polizeivizepräsident Peter Kreuter, Holger Geller, Leiter der Polizeistation Herborn und Holger Schmidt, Personalratsvorsitzender des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Foto (zur Vergrößerung 'anklicken') im Besprechungsraum der Polizeistation Herborn (v.l.): Henry mit
Karl-Heinz Reinstädt, Verein Hilfe für Helfer e. V. und Präsident des Technikpräsidiums der hessischen Polizei, Hildegard Becker-Toussaint, Vorsitzende „Hilfe für Helfer e.V.“, Polizeivizepräsident Peter Kreuter, Holger Geller, Leiter der Polizeistation Herborn und Holger Schmidt, Personalratsvorsitzender des Polizeipräsidiums Mittelhessen

   
Mit einem kleineren Geldbetrag wurde auch der Einsatz des zweiten Polizeibeamten gewürdigt, der von dem Täter mit Stichen schwer verletzt wurde und der seither dienstunfähig ist.

Text + Fotos: Guido Rehr, Pressesprecher


Der Verein "Hilfe für Helfer e. V." will im Einsatz verletzten oder getöteten Polizisten, Sanitätern, Feuerwehrleuten, Soldaten pp. sowie deren Hinterbliebenen ideell und materiell helfen. Er hat seinen Sitz in Frankfurt in der Ammelburgstraße 24 in 60320 Frankfurt am Main. Er freut sich über Spenden, Spendenquittungen sind möglich. 

Logo des Vereins: Hilfe für Helfer e. V.

Konto: IBAN DE95 5005 0201 0200 6216 88 bei der Frankfurter Sparkasse

Mehr Informationen im Internet: www.hilfefuerhelfer-frankfurt.de