Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
24.11.2017

Großkontrolle auf der A 5 - Polizei geht gegen Wohnungseinbruchsdiebstahl vor

Polizeifahrzeuge im Rahmen der Großkontrolle auf der A 5 gegen Wohnungsdiebstahl
Logo des Polizeipräsidiums Mittelhessen

Mit einer zielgerichteten Großkontrolle auf der A 5 ging das Polizeipräsidium Mittelhessen gegen Wohnungseinbrecher vor. Diese Aktion gehört zu einem umfangreichen Maßnahmenbündel zur weiteren Bekämpfung dieses Phänomens.

 

Hessens Autobahnen, große Bundesstraßen und Landstraßen werden von den potentiellen Tätern als Transitstrecke oder Fluchtweg benutzt. Schnell zum Tatort hin  und schnell wieder weg! Die Polizeikontrollen dienen der Verunsicherung und der Festnahme von Tätern und damit auch der Sicherheit der Bevölkerung.

Polizeivizepräsident Peter Kreuter„Auch wenn der Wohnungseinbruch in Mittelhessen in den letzten drei Jahren tendenziell leicht zurückging, so belastet doch jeder Einbruch die Betroffenen erheblich. Ein Einbruch ist eine erhebliche Straftat und dem hat der Gesetzgeber jetzt durch die Anhebung der Mindeststrafe Rechnung getragen. Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls gehört weiterhin zu einer der wichtigen Aufgaben der Polizei Mittelhessen. Straftäter sollen und müssen in Mittelhessen jederzeit und überall mit solchen Kontrollen rechnen“, sagte Mittelhessens Vizepräsident Peter Kreuter (Foto), der  die gestrige Großkontrolle auf der A 5 besuchte.

 

Die Großkontrolle mit zehn Beamten des Zolls und mehr als 70 Polizeibeamtinnen und –beamten fand am Donnerstag, 23. November 2017 zwischen 16 und 22 Uhr statt.

Der Ort, der Parkplatz Limes Ost, an der A 5 zwischen dem Gambacher Kreuz und Fernwald  war nicht willkürlich gewählt, sondern das Ergebnis der Analyse der neuen Prognosesoftware KLB-operativ und der polizeilichen Erfahrungswerte. Speziell das KLB-operativ hatte gleich zwei Bereiche rund um die Kontrollstelle als potentielle Tatorte bevorstehender Einbrüche ausgewiesen.

 

Gaby Häuser„Mit diesem Wissen war die Kontrollstelle an der A5 bewusst gewählt. Die Verkehrsbehinderungen durch Rückstau auf der Autobahn haben wir dabei in Kauf genommen, diese aber auf ein Minimum beschränkt, in dem wir beispielsweise zwischendurch den Verkehr haben abfließen lassen“, sagte Polizeidirektorin Gaby Häuser (Foto), die als Leiterin der Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste den Einsatz leitete.

Schriftzug Polizeiautobahnstation Mittelhessen mit Polizeistern und Autobahnsymbol und Nummern

Dafür dass die Kontrollstelle auch in der Dunkelheit noch hell ausgeleuchtet und mit Strom versorgt war, sorgte die technische Einsatzeinheit der Bereitschaftspolizei.

In den eingerichteten acht Kontrollboxen überprüften immer mehrere Beamte insgesamt 50 Fahrzeuge und 128 Insassen.

Anfangs holten Zivilfahnder die Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr und zogen sie auf die Kontrollstelle. Später sorgten die Autobahnmeistereien  Reiskirchen und Ehringshausen durch eine entsprechende Beschilderung für eine Kanalisierung des gesamten Verkehrs auf  der A 5 Richtung Fernwald. Der Verkehr rollte quasi durch eine Schleuse. Der Schwerverkehr blieb auf der Autobahn, der Rest fuhr über den Parkplatz, ein ausgesuchter Teil davon musste durch die Kontrollstelle.

Die Selektierung richtete sich nach polizeilichen Erfahrungswerten und Erkenntnissen aus kürzlich zurückliegenden Ermittlungen sowie Festnahmen und orientierte sich z.B. an bestimmten Personengruppen, der Anzahl und dem Alter der Autoinsassen und sicherlich auch am Auto selbst.  Zum Einsatz kamen ein Rauschgiftspürhund der Polizei, ein Hund des Zolls, der spezialisiert Geld und Tabakwaren erschnüffelt, und auch ein Dokumentenprüfgerät. Sogar ein Durchsuchungsbus  als Ort zur Personendurchsuchung außerhalb der Öffentlichkeit stand bereit.

Das Social-Media Team des Polizeipräsidium Mittelhessen begleitete die Großkontrolle der Polizei auf der A 5 gegen Wohnungseinbruchsdiebstahl auf Twitter - https://twitter.com/Polizei_MH

 

Das SocialMedia-Team des Polizeipräsidiums Mittelhessen begleitete den Einsatz via Twitter Twitter

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Einige Feststellungen:

 

  • Zwei überprüfte Asylbewerber konnten die Herkunft der mitgeführten fast 50.000 Euro nicht plausibel erklären. Sie gaben letztlich sogar an, das Geld gefunden zu haben. Die Polizei stellte das Geld sicher. Gegen die Männer lagen keine Haftgründe vor.
  • Fahrer und Insassen eines polnischen Autos versuchten, Falschgeld vor der Polizei zu verstecken. Sie fielen jedoch auf und wurden festgenommen. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an.
  • Darüber hinaus ahndeten die Beamten diverse Ordnungswidrigkeiten z.B. wegen Verstößen gegen Sozialvorschriften oder Ladungssicherheit. In diesem Zusammenhang stellte die Polizei zwei Fahrzeuge sicher und untersagte die Weiterfahrt bis die Überladung beseitigt und die übrige Ladung sicher verzurrt war.
  • Ein Autofahrer stand unter Alkoholeinfluss. Er musste mit zur Wache.

 

Großkontrolle der Polizei auf der A 5 gegen Wohnungseinbruchsdiebstahl
Foto: Vorbereitung der Großkontrolle der Polizei auf der A 5 gegen Wohnungseinbruchsdiebstahl

 

Bei der Selektierung bewiesen die Fahnder, dass die Verdachtskriterien für die Kontrolle genau die Richtigen waren, denn tatsächlich überprüfte die Polizei mehrere, u.a. wegen begangener Einbrüche polizeibekannte Personen.

„Das ist ein deutliches Signal für die Richtigkeit und Notwendigkeit solcher Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls,“  sagte die Einsatzleiterin und zog damit ein positives Fazit.

Screenshot: www.k-einbruch.de

 

 

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