Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
22.03.2018

Staatssekretär Koch besucht Polizeizentrum Butzbach

Neubau Polizeidienstgebäude in Butzbach, Roter Lohweg 29Polizeipräsident Bernd Paul und der Leiter der Abteilung Einsatz, Jürgen Begere, konnten Staatssekretär Werner Koch am 9. März im Roten Lohweg begrüßen.

Foto: Polizeidienstgebäude in Butzbach, Roter Lohweg 29

Paul lobte gegenüber dem Staatssekretär die zügige Abwicklung des Bauprojekts und gute Zusammenarbeit zwischen Bauherrn und der Polizei als Nutzer in dem in Public-Private-Partnership entstandenen Gebäude.

Herr Koch dankte für die Einladung. Er betonte, dass es ihm wichtig sei, nicht nur vom Schreibtisch aus zu entscheiden. Nur wer „rauszugehe“ erfahre von Bedürfnissen und Problematiken. Deshalb sei er gekommen, um zuzuhören.

Die Nutzer des Polizeizentrums hatten Gelegenheit ihre Dienststellen vorzustellen. So ergriff Thorsten Haas als Leiter der Polizeistation Butzbach das Wort und lobte die innovativen Räumlichkeiten.

Mehrbelastung entstehe der Dienststelle u. a. durch die im Zuständigkeitsbereich gelegenen JVAen Rockenberg und Butzbach.

Er betonte einen Rückgang der Fälle bei einer Erhöhung der Aufklärungsquote allgemein und verwies auf einen gewählten Schwerpunkt in Prävention und Verfolgung von Wohnungseinbrüchen. Hier erfülle es ihn mit Stolz, dass die Konzepte und die motivierte Arbeit der Kolleginnen und Kollegen zu einem Rückgang der Zahlen in diesem Bereich geführt hätten.

Wache Polizeistation: PP Paul und Staatssekretär Koch im Gespräch mit dem Wachhabenden, Polizeihauptkommissar Klauke
Foto: PP Paul und Staatssekretär Koch im Gespräch mit dem Wachhabenden, Polizeihauptkommissar Klauke

Der Leiter der Polizeiautobahnstation Butzbach, Gerold Reitz, berichtete von den Besonderheiten des Dienstes auf der Autobahn, den damit einhergehenden Gefahren und dass, entgegen häufiger Meinungen, diese Tätigkeit sehr abwechslungsreich sei. Er zeigte sich erfreut darüber, keine Nachwuchsprobleme zu kennen, da z.B. Praktikanten nach Beendigung des Studiums sehr gerne zur Autobahn zurückkehrten.

Unfallaufnahmen seien eine der Hauptaufgaben auf seiner Station. Als Hauptursachen seien Geschwindigkeit, Abstand und Fehler beim Überholen zu Tage getreten. An diesen Feldern werde daher weiter gearbeitet. Reitz zeigte sich erfreut darüber, dass 2017 nur ein tödlicher Verkehrsunfall auf den 244 Streckenkilometern der Station geschehen sei. Insgesamt sei die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden zurückgegangen.

Abwechslungsreich machten das Tätigkeitsfeld auch die anfallenden Straftaten. So habe man mit der operativen Einheit ebenfalls den Fühler an Drogenkurieren, Menschenhändlern und Teilen der organisierten Kriminalität, die die Autobahn als Transportwege nutzten.

Mit Drohne und Videostreife liefen außerdem Pilotprojekte bei der Polizeiautobahnstation, die den Kollegen hochwertige innovative Technik bereitstelle.
  

Wache Polizeiautobahnstation (PAST): Leiter Einsatz: Jürgen Begere, PP Bernd Paul, Leiter PAST: Gerold Reitz, Staatssekretär (StS) Werner Koch und Leiter PSt. Butzbach: Thorsten Haas, im Gespräch mit dem Wachhabenden
Foto: Jürgen Begere, Bernd Paul, Gerold Reitz, Werner Koch und Thorsten Haas im Gespräch mit dem Wachhabenden der Polizeiautobahnstation

 

Jürgen Sill und Eugen Bockmeier referierten über die Arbeit des ebenfalls im Polizeizentrum angesiedelten Regionalen Verkehrsdienstes. Sill wies darauf hin, dass es zu den Dienststellen der Polizeidirektion Wetterau und den Ordnungsämtern des Wetteraukreises eine Menge Schnittstellen gibt und man überaus gut und engagiert zusammenarbeite.

Mit den Standorten zur Verkehrserziehung in Friedberg und Büdingen habe man Kontakt zu Kindergarten- und Schulkindern. Der Bedarf für einen dritten Standpunkt einer solchen Verkehrsschule werde gesehen.

Weitere Aufgabengebiete des RVD seien die Verkehrssachbearbeitung und die spezielle Verkehrsüberwachung z.B. Geschwindigkeitskontrollen und Kontrollen des Schwer- und Gefahrgutverkehrs.

Beim Verweis durch Eugen Bockmeier auf die geführte Unfallstatistik und die damit einhergehende Präventionsarbeit an Unfallschwerpunkten, erinnerte sich Staatsselretär Koch an seine Zeit als Jurist im Polizeipräsidium Frankfurt in den 80er Jahren und die, mit hunderten von Nadeln und Fahnen versehenen, Unfallkarten.

Im Rahmen dieser Statistiken sei auch feststellbar, dass es vermehrt zu Unfallfluchten käme und die Häufigkeit der Wildunfälle gestiegen sei.


Bei einem Rundgang durch das Polizeizenentrum, überzeugte sich Koch schließlich von dem großzügigen Platzangebot und der funktionellen Einrichtung und Ausstattung. Obwohl der Zeitplan bereits überschritten war, ließ er es sich nicht nehmen, die auf dem Hof des Geländes aufgebaute Überwachungstechnik des Verkehrsdienstes interessiert zu begutachten.

PP Bernd Paul, Gerold Reitz, Thorsten Haas und StS Werner Koch lassen sich die Messtechnik vorstellen
Foto: Bernd Paul, Gerold Reitz, Thorsten Haas und Werner Koch lassen sich die Messtechnik vorstellen

Werner Koch dankte für den leckeren Käsekuchen und verabschiedete sich mit den besten Wünschen. Er bat darum, seinen Dank allen Kolleginnen und Kollegen für deren engagierte Arbeit weiterzugeben. Ohne sie und ihren Einsatz wäre das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nicht so groß, wie es derzeit ist.

Corina Weisbrod, Pressesprecherin

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