Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
09.08.2017

Das Jugendschutzgesetz

Broschüre: Jugendschutz - verständlich erklärt - Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendDas Jugendschutzgesetz soll unsere Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsen werden schützen und ihnen bei vielen Aktivitäten in der Öffentlichkeit einen sicheren Rahmen bieten. Das Recht und die Chance auf eine positive gesundheitliche wie auch psychosoziale Entwicklung soll gesichert und eine Erziehung zur Eigenverantwortung und gemeinschaftsfähigen Person gefördert werden.
           

Broschüre Jugendschutz - verständlich erklärt
  2,4 MB - Direktlink www.bmfsfj.de
    Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
              

Das Jugendschutzgesetz beschränkt den Zugang zu Produkten oder Orten, von denen eine mögliche Gefährdung für Kinder und Jugendliche ausgehen kann.

  • Es regelt z.B. den Aufenthalt in Gaststätten oder den Besuch von Diskotheken und Tanzveranstaltungen.
  • Es regelt den Zutritt zu Spielhallen und Teilnahme an Gewinnspielen.
  • Es regelt die Teilnahme an jugendgefährdenden Veranstaltungen
    oder was jugendgefährdende Orte sind.
  • Es regelt den Alkohol- und Tabakkonsum.
  • Es regelt was problematische Medieninhalte sind.

Kinder und Jugendliche dürfen also zum Beispiel gar nicht oder erst ab einem bestimmten Alter Zigaretten, Bier oder branntweinhaltige Getränke kaufen, bestimmte Filme im Kino anschauen oder Computerspiele erwerben, sich nur zu bestimmten Zeiten alleine in einer Gaststätte aufhalten oder eine Disco besuchen.

Teilweise gibt es Orte oder Veranstaltungen, die nicht unter das Jugendschutzgesetz fallen. Dies sind z.B. Parks oder frei zugängige Orte und Plätze. Hier ist es grundsätzlich die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zu beaufsichtigen und dafür zu sorgen, dass sie nicht in Gefahr geraten.

Das Jugendschutzgesetz sieht bei Verstößen gegen die Regelungen Sanktionen, vor allem in Form von Strafverfolgung oder der Erteilung von Bußgeldern, vor. Das Jugendschutzgesetz wendet sich in erster Linie an Veranstalter und Gewerbetreibende. Kinder und Jugendliche können nicht wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz mit Bußgeldern belegt werden.

Zuständig für die Ahndung und Verfolgung von Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz sind je nach landesrechtlicher Regelung die örtlichen Ordnungsbehörden oder das Jugendamt.


Die wichtigsten Regelungen sind der beigefügten Jugendschutztabelle zu entnehmen.

Auszug Jugendschutzgesetz – Quelle: Anlage Seite 49 der Broschüre „Jugendschutz- verständlich erklärt“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Quelle: Auszüge und Jugendschutztabelle aus der Broschüre "Jugendschutz - verständlich erklärt“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Antje Suppmann, Zentrale Jugendkoordination des Polizeipräsidiums Mittelhessen


Weitere Broschüren zum Jugendschutzgesetz sowie
aktuelle Meldung zum 2 rote Pfeile Gesetzestext Jugendschutzgesetz
erhalten Sie im Internet unter  2 rote Pfeile www.bmfsfj.de

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