Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
09.08.2018 | Polizeipräsidium Mittelhessen

Des einen Leid, des anderen Freud – Wenn die Lautstärke zum Streitpunkt wird

"Ruhestörung!" - Wenn die Lautstärke zum Streitpunkt wird - Symbolbild - Quelle: Social-Media-Team
 

Die Kinder planschen vor Freude quietschend im Pool, der Nachbar mäht zur Mittagszeit den Rasen, die Geburtstagsparty findet im Freien statt, der Hund verbellt lautstark die Nachbarskatze – unzählig lang ließe sich die Liste der Dinge fortführen, die des einen Freud – des anderen Leid sind.

Kurzum, es geht um Ruhestörungen und das Verständnis im Miteinander.

Wir könnten jetzt den erhobenen Zeigefinger auspacken und dem vermeintlich bösartigen Ruhestörer „Du, du, du!“ sagen. Aber mal ehrlich: Wir möchten es nicht!

 

 

Wer in Sommermonaten die Einsatzprotokolle unserer Kollegen/innen im Streifendienst liest, der kann den Eindruck gewinnen, dass es kaum etwas Wichtigeres gibt, als sich bei der Polizei über seine Nachbarschaft und den von dieser verursachten Geräuschpegel aufzuregen. Und weil es so schön ist, regen sich die Anrufer dann auch gerne direkt noch über unsere Kollegen/innen mit auf, die nicht im Handumdrehen vor Nachbars Haustür stehen und ihm mal ganz gehörig die Meinung pauken, weil er mal wieder viel zu laut war.

Es gibt 1000 Gründe, die einen stören können, 1000 Dinge, die der Nachbar viel zu laut oder eben zur falschen Tageszeit ausführt. Vermutlich hat sich jeder schon einmal über den Nachbar geärgert, der noch spät am Abend im Garten feierte oder am Urlaubstag den Mittagsschlaf durch Rasenmähen störte. Das alles ist nur allzu menschlich und auch für uns Polizisten verständlich.

Aber: Wir möchten lieber demjenigen helfen, der gerade körperlich attackiert wird, für den im Notfall da sein, der gerade ausgeraubt wird, dem beistehen, der gerade bei einem Unfall zu Schaden gekommen ist.

Daher haben wir eine Bitte:

Rechtslage über Lautstärke und Ruhestörungen hin oder her (sie ist nicht ganz einfach!) – es gibt nur zwei wirklich gute Mittel gegen die empfundene Störung durch die Nachbarschaft:

Verständnis füreinander haben und vor allem miteinander reden!

Erst wenn das alles nichts mehr bringt, dann sollte man Dritte mit ins Boot nehmen, sei es der Vermieter, das zuständige Ordnungsamt oder die Polizei.

Unsere Kollegen/innen und die Bürger/innen in Not werden es danken!

 

Infos zum Thema Lärmschutz hat das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter diesem Link zusammengestellt:

Nachbarschaftslärm

Der Post dazu auf unserer Facebookseite Facebook

Sylvia Frech, Pressesprecherin