Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
27.09.2017

Rübensaison – Tradition, Verantwortung, Verständnis

Wer kennt sie nicht? Von der „Runkelroiweroppmaschin“ geerntet, zieren große Zuckerrübenmieten ab dem Spätsommer die Feldränder in der Wetterau und warten auf ihre Abfuhr. Mit der gelben „Maus“ werden sie zwischen September und Dezember auf unzählige LKW verladen und in die Zuckerfabriken nach Wabern und Offstein abtransportiert.

         

Die Rüben werden in Mieten am Feldrand abgelegt und durch den Rübenroder auf das Transportfahrzeug überladen.
Foto: Die Rüben werden in Mieten am Feldrand abgelegt und durch den Rübenroder
auf das Transportfahrzeug überladen.


Wetterau und Zuckerrüben – das gehört irgendwie zusammen. Doch bei aller Verbundenheit gehört immer auch eine Portion von gegenseitigem Verständnis und Verantwortung dazu, damit alle Beteiligten gut durch die Saison kommen.


Alle Sinne

Weithin zu sehen sind die Zuckerrübenmeiler, zu hören ein Poltern, wenn die Rüben vom Förderband der Maus in den LKW fallen und zu spüren der Matsch unter den Schuhen, wenn die transportierenden LKW von schlammigen Pisten Erde auf befestigten Wegen verloren haben.
     

Alle Jahre wieder im Herbst: Rübenernte in der Wetterau - Rübenroder und Transportfahrzeuge auf den Feldern
Foto: Rübenroder und Transportfahrzeuge auf den Feldern
 

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

An die Landndwirte: Wir wissen, Sie nutzen, wo es möglich ist, für den Abtransport Wirtschaftswege und reinigen die LKW-Reifen, damit der gröbste Schmutz nicht auf öffentlichen Straßen landet. Sollte doch etwas auf die Fahrbahnen gelangen, dann sind Sie als Auftraggeber einer Ernte / Abfuhr dafür verantwortlich, unverzüglich Ackerschmutz von der Fahrbahn zu beseitigen und Verunreinigungen bis dahin ausreichend kenntlich zu machen. Bitte denken Sie auch daran, dass die Wirtschaftswege durch unsere schöne Wetterau gerne von Fahrradfahrern, Spaziergängern und Sportlern genutzt werden, die sich ebenfalls über gereinigte Wege freuen.

An die Anwohner und Passanten: Viele in der Wetterau leben von der Landwirtschaft, die nicht nur manchen Unterhalt sichert, sondern auch unser Landschaft prägt und zu der goldenen Wetterau macht, die dafür über die Kreisgrenzen hinaus bekannt ist. Haben Sie Verständnis, wenn es mal laut ist, der Fahrradweg nicht gleich gereinigt ist oder die landwirtschaftlichen Maschinen vor Ihnen auf den Straßen unterwegs sind. Beschimpfungen, waghalsige Überholmanöver oder Mitteilungen über ruhestörenden Lärm sind fehl am Platz.

An die LKW-Fahrer: Die Meisten von Ihnen fahren nur in der Rübensaison einen LKW. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Sie Berufskraftfahrer sind und sich damit an alle hier geltenden gesetzlichen Vorgaben halten müssen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Führerschein dafür ausreicht, welche Ruhezeiten einzuhalten sind oder andere Dinge unklar sind, dann fragen Sie bitte, bevor Sie im schlimmsten Fall eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit begehen.


Kommunikation ist alles

Noch eines möchte die Polizei Allen mit auf den Weg geben – und das gilt nicht nur beim Thema Zuckerrüben: 

Reden Sie miteinander, wo es Probleme gibt. Die Polizei hilft gerne, wo Hilfe notwendig ist.

Doch ein „Polizeibesuch“ kann kein konstruktives Gespräch der Beteiligten untereinander ersetzen.

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Sylvia Frech, Pressesprecherin