Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
12.10.2017

Wie wird man eigentlich Hundeführer?

Teil 2 der Serie: H U N D E F Ü H R E R

  
Es ist geschafft: Jens hat das Auswahlverfahren zum Diensthundeführer bestanden. Nun fehlt nur noch sein Partner, der Diensthund, dann kann es endlich richtig losgehen. 

Doch eins nach dem anderen.


Wie sah der bisherige Weg eigentlich aus?

Schon seit einigen Monaten reift in Jens, der im Streifendienst bei der Polizeistation Büdingen tätig ist, der Wunsch selbst Hundeführer zu werden. Eine Entscheidung, die gut durchdacht sein will, denn ein Hund ist nicht nur Arbeitsmittel, sondern vielmehr Arbeitskollege, der viel Zeit und Aufmerksamkeit braucht.

Da Jens mit Hunden aufgewachsen ist, konnte er sich die Herausforderung, einen Diensthund zu führen, jedoch gut vorstellen. Nachdem seine Frau und die beiden Kinder auch ihr Einverständnis zum neuen Familienmitglied gegeben hatten, nahm Jens Kontakt mit dem Leiter der Wetterauer Diensthundestaffel auf. Der nahm den 41-jährigen Jens von da an so oft wie möglich mit, um ihn alle Vor- und Nachteile als Diensthundeführer selbst erfahren zu lassen.

In der Gruppe der Diensthundeführer fühlte Jens sich schnell wohl, die Trainings bei jedem Wetter schreckten ihn nicht ab und im Umgang mit den Tieren zeigte sich seine Erfahrung mit den Hunden.


Der Test

Vor ein paar Wochen stand dann der sportliche Test im Rahmen des Auswahlverfahrens an. Jens musste den sogenannten Cooper-Test (Achterlauf durch und um Hindernisse) in einer vorgegebenen Zeit durchlaufen. Das klappte mühelos, trotz gefühlter 40 Grad im Schatten.

In dieser Woche dann stand das Auswahlgespräch an. Neben dem Wetterauer Polizeidirektor und dem Büdinger Dienststellenleiter, fanden sich auch weitere Vertreter der Behörde ein und prüften Jens anhand eines vorgegebenen Fragenkataloges auf seine Motivation, seinen Sachverstand und seine Einsatzbereitschaft. Mit etwas Herzklopfen ging es in das Gespräch – mit strahlender Mine eine Stunde später nach Hause. „Bestanden“ lautete das Ergebnis.

Auswahlgespräch mit der Wetterauer Behördenleitung
Jens (mitte) im Auswahlgespräch mit der Wetterauer Behördenleitung

Nicht wirklich ein Test, aber Pflicht ist das Praktikum, welches Jens gerade noch durchläuft. Gemeinsam mit einer Diensthundeführerin ist er vier Wochen auf Streife. Hierbei hat er die Möglichkeit, die Einsatzmöglichkeiten der Hunde genauer kennen zu lernen und auch schon einiges zum Handling des Hundes zu erfahren.


Und Jens?

Der ist ganz offen was nun auf ihn zukommt und freut sich auf die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen. Sein eigenes Grundstück hat er bereits "hundesicher" gemacht und dafür extra einen Großteil seines Zauns erneuert. Der Platz für einen Hundezwinger, der dem Hund als Rückzugsort dienen wird, ist gerichtet und eine Hundebox fürs Privatauto gekauft.

Jetzt fiebert er einem noch unbekannten Tag in den nächsten Wochen entgegen, an dem er einen Anruf seines Ausbilders bekommt mit den Worten: "Dein neuer Partner ist eingetroffen."

Jens freut sich auf die Ausbildung zum Hundeführer
Foto: Jens freut sich auf die Ausbildung zum Hundeführer und auf seinen neuen Partner


Dann sind wir natürlich wieder mit dabei, wenn Jens und sein vierbeiniger Kollege sich zum ersten Mal „beschnuppern"!

Sylvia Frech, Pressesprecherin


Hundeführerausbildung bei der Polizeidiensthundestaffel Wetterau

Teil 1 der Serie - Wie wird man eigentlich Hundeführer?