Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
12.02.2018

Safer Internetday 2018 im PP Mittelhessen in Gießen

„Hate Speech - Fake News und Filter Bubbles“

Logo: SID 18 - SAFER INTERNET DAY - Quelle: www.klicksafe.de
Beim diesjährigen "Safer Internetday" referierte im Polizeipräsidium Mittelhessen der Medienpädagoge Jan Rathje über das Thema

 

„Hate Speech - Fake News und Filter Bubbles“

 

Foto: Logo SID 18 - Safer Internet Day -
Quelle: www.klicksafe.de/sid

 

Der Einladung der Regionalen Geschäftsstelle Netzwerk gegen Gewalt (Dirk Zettner) und der Zentralen Jugendkoordination (Antje Suppmann) folgten ca. 180 Interessierte und fanden sich im Saal Florenz ein, um den hervorragend präsentierten Ausführungen des Referenten zu folgen.

Zu den Inhalten gehörten Erläuterungen was alles unter dem Begriff „Hate Speech“ verstanden wird, wie gezielt „Fake News“ im täglichen Leben eingesetzt werden und wie intensiv in den digitalen Medien „Filter Bubbles“ genutzt werden.

Jan Rathje zeigte auf, dass es keine abschließende Definition von Hate Speech gibt. In vielseitigen Hassreden werden Menschen in der Regel abgewertet, angegriffen oder es wird zu Hass und Gewalt gegen Personen aufgerufen.

 

Safer Internetday SID18 im Polizeipräsidium Mittelhessen - Referent: Medienpädagoge Jan Rathje
Foto: "Safer Internetday" im Polizeipräsidium Mittelhessen - Referent: Medienpädagoge Jan Rathje

Es geht darum, Aufmerksamkeit zu erlangen und Emotionen zu schüren. Einigen Menschen ist es dabei egal, ob sie durch positives oder negatives Verhalten auffallen, Hauptsache es bleibt für die Follower interessant. Werden zu wenige auffallende Dinge berichtet oder zu viel Harmonie präsentiert, wird es schnell langweilig. Wie weit einige dabei mit ihren Mitteilungen über das Ziel hinausschießen, ist ihnen häufig egal.

Anhand vieler anschaulicher Beispiele zeigte der Referent auf, wie wichtig die Kernkompetenz, Informationen zu bewerten, für jeden einzelnen sein kann.

Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Realität und das Internet kennt uns, nach einer gewissen Zeit der Nutzung, sehr gut.

Das umstrittene Netzwerkdurchsetzungsgesetz, welches soziale Netzwerkbetreiber dazu zwingen möchte, offenkundig strafbare Inhalte binnen 24 Stunden zu löschen, wurde durch Jan Rathje ebenfalls erläutert. Kritiker dieses Gesetzes befürchten damit einen schleichenden Zensureffekt. Rechtsstaatlich wird das Gesetz problematisch gesehen, weil es Plattformbetreibern eine Richterrolle zuschreibt.

Nach gut eineinhalb Stunden hatte der Referent einen komplexen Überblick zum Thema gegeben und zunächst keine Fragen offen gelassen.

Weitere Bilder:

Suppmann, KHK´in


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Nützliche Tipps zu dem Thema können im Internet über
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