Luftbildaufnahme des Polizeipräsidiums Mitelhessen
 
09.11.2017 | Polizeipräsidium Mittelhessen

Blau in blau – Nicht nur die Farbe verbindet!

Zusammenarbeit von Polizei und Technischem Hilfswerk

Einsatzfahrzeug des Technischen Hilfswerk (THW)
Die Farbe blau ist das Offensichtlichste was das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei miteinander verbindet. Tatsächlich gehen die Gemeinsamkeiten jedoch weit über diese Äußerlichkeit hinaus. Ob nach außergewöhnlichen Ereignissen oder im Arbeitsalltag, die Unterstützungsmöglichkeiten des THW gegenüber der Polizei sind groß.

 

Schon vielfach wurde an dieser Stelle über die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Hilfskräften berichtet. Dieses Mal werden die Schnittpunkte zwischen dem THW in Friedberg und der Polizei etwas näher vorgestellt:

 

Schnell und kompetent

Wie der Name schon verrät, verfügt das THW über technische Ausstattung und Hilfsmittel, auf die verhältnismäßig schnell zurückgegriffen werden kann.

Der Vorteil für die Polizei: Auch außerhalb der normalen Arbeitszeiten von Handwerksfirmen steht so kompetente Hilfe zur Verfügung. Große Pumpen, Aggregate,  Baumaterial, Sperren, Bergefahrzeuge und vieles mehr kann das THW teils örtlich, teils auf die bundesweiten Standorte verteilt, schnell abrufen und dort zur Verfügung stellen, wo es gerade gebraucht wird.

Doch eines ist klar: Die ganze Technik braucht auch fachkundiges Personal, welches sie bedienen kann. Und wie so oft bei Hilfeeinrichtungen, besteht dieses aus Ehrenamtlern. Rund 30 von ihnen sind im Ortsverband Friedberg im Einsatz und können vorgeplant oder auch auf spontane Alarmierung hin Unterstützung leisten.

 

Team des Technischen Hilfswerk (THW) in Friedberg

Foto: Team des Technischen Hilfswerk (THW) in Friedberg

 

In der Praxis

Das THW kommt im In- und Ausland bei Extremwetterlagen, Gefahrstofffreisetzungen, Erdbeben, Trinkwasserverunreinigungen, Hochwasser und vielem mehr zum Einsatz. Um abseits dieser Extrembeispiele die Unterstützung im Alltag greifbarer zu machen hier zwei „kleine“ Beispiele aus der Praxi:

  • Eigentumssicherung: Bringt ein Vandale die Schaufensterscheibe eines Geschäftes mitten in der Nacht zu Bruch, ein Einbrecher hinterlässt eine nicht mehr verschließbare Tür oder nach einem Brand muss ein zerborstenes Fenster verschlossen werden, dann kann beispielsweise das THW angefordert werden. Blieben die Öffnungen unverschlossen, könnte es nicht nur reinregnen, sondern sich auch Diebe am Eigentum Fremder bedienen. Der Ortsverband Friedberg ist speziell mit Material und Werkzeug für diese Hilfeleistungen ausgestattet.
  • Beleuchtung: Ob bei einer lange geplanten Verkehrskontrolle der Polizei oder bei einer größeren Unfallstelle – um ein sicheres und gutes Arbeiten in der Dunkelheit gewährleisten zu können, bedarf es einer guten Ausleuchtung der Einsatzstelle. Vom Aggregat, über Power-Moons bis zur Verkabelung kann auch hier das THW mit entsprechender Technik und Manpower unterstützen.

Technisches Hilfswerk (THW) bei Beleuchtungsarbeiten

Foto: Technisches Hilfswerk (THW) bei Beleuchtungsarbeiten

Nicht umsonst

Die Hilfeleistungen des THW sind übrigens nicht kostenlos. Sie werden je nach vorliegendem Sachverhalt,  zum Beispiel einem Täter, dem Land Hessen, für die Polizei als anfordernde Behörde oder im Schadensfall einer Versicherung in Rechnung gestellt. Das teure Equipment und ein möglicher Verdienstausfall der Ehrenamtler beim Arbeitgeber wollen schließlich bezahlt sein.

 

Mehr über die Arbeit des THW finden Sie auf der  Internetseite www.thw.de.

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